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Verhandlung: BGH hebt Frankfurter Raser-Urteil teilweise auf

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das Urteil im Fall eines Frankfurter Rasers, der bei überhöhtem Tempo einen Autofahrer im Gegenverkehr getötet hatte, teilweise aufgehoben.
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Karlsruhe. 

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das Urteil im Fall eines Frankfurter Rasers, der bei überhöhtem Tempo einen Autofahrer im Gegenverkehr getötet hatte, teilweise aufgehoben. Die höchsten deutschen Strafrichter gaben am Donnerstag der Revision der Staatsanwaltschaft statt, die eine schärfere Strafe wollte (4 StR 158/17). Ob der Angeklagte nun tatsächlich mit einer härteren Strafe rechnen muss, werde die Entscheidung des neuen Richters sein, betonte die Vorsitzende BGH-Richterin.

Der damals 20-jährige Unfallfahrer war in der Vorinstanz unter anderem wegen fahrlässiger Tötung zu einer Jugendstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Der  Angeklagte war im April 2015 die Mainuferstraße in Frankfurt-Schwanheim mit 142 statt der erlaubten 70 Stundenkilometer entlang gefahren, hatte zwei rote Ampeln missachtet und war schließlich in das Auto des 43 Jahre alten Opfers geprallt, das bei Grün abbiegen wollte. Der Mann starb an der Unfallstelle.

Ursprünglich war die Anklage davon ausgegangen, dass sich der Unfallfahrer ein illegales Autorennen mit einem Kumpel geliefert hatte. Deshalb war er wegen Totschlags angeklagt. Der Staatsanwalt ging aber in seinem Plädoyer nicht mehr von einem Rennen aus.

Die Verteidigung hatte auf eine mildere Strafe plädiert: Der Mandant, der selbst nicht angeschnallt war, habe mit Sicherheit nicht damit gerechnet, das jemand zu Tode kommen könne. Der BGH betonte hingegen, wer den Tod eines anderen in Kauf nehme, nehme nicht zwangsläufig den eigenen Tod in Kauf.

(dpa)

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