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Wildtiere: Darmstadt macht wieder Jagd auf Nilgänse

Eine Nilgans geht am Sichtschutzzaun entlang. Foto: Andreas Arnold/Archiv Eine Nilgans geht am Sichtschutzzaun entlang.
Darmstadt. 

Die Stadt Darmstadt macht wieder Jagd auf Nilgänse und andere eingewanderte Gänsearten. Damit sollten die Belastungen für die Menschen an den städtischen Naturbädern Großer Woog und Arheilger Mühlchen verringert und die Ausbreitung der zugewanderten (invasiven) Arten eingedämmt werden, teilte Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) am Mittwoch in Darmstadt mit: „Das ist praktizierter Artenschutz.” Andere Schritte wie der Austausch der Eier oder ein Zaun am Großen Woog hätten nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

Der Wildtierbeauftragte der Stadt übernimmt die Jagd. Außer um Nilgänse geht es auch um Kanada- und Graugänse. Die Jagd habe bereits am Mittwochmorgen begonnen. Wie viele Tiere erlegt wurden, ließ die Stadt offen.

„Die Verunreinigung mit dem Kot der Tiere ist eine Belastung für alle Bade- und Erholungsgäste, die in den städtischen Grünanlagen Ausgleich suchen”, sagte Partsch. Zudem entstehe für die Kommune ein finanzieller Schaden, wenn - wie in diesem Jahr - Badegäste am Woog wegblieben, weil Saugwurm-Larven im Wasser für Juckreiz sorgen. Die Larven sind im Kot der Gänse enthalten.

Auch gestützt durch eine EU-Verordnung folge die Stadt damit dem ökologischen Auftrag, die weitere Ausbreitung gebietsfremder Arten auf Kosten heimischer Wildtierarten einzudämmen. Partsch appellierte an die Bevölkerung, vom Füttern der Tiere in allen städtischen Grünlagen unbedingt abzusehen. „Dies führt nur zu einer weiteren Ausbreitung dieser Gänsearten.”

(dpa)

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