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Evangeliar aus dem 11. Jahrhundert - mit 3-D-Brille zu sehen

Das digitalisierte Exemplar konnte mit 3-D-Brille bestaunt werden. Foto: Arne Dedert Das digitalisierte Exemplar konnte mit 3-D-Brille bestaunt werden. Foto: Arne Dedert
Frankfurt/Main. 

Der Einband ist vergoldet und mit Edelsteinen bestückt, innen ist das Buch mit Handmalereien illustriert. Das aus dem 11. Jahrhundert stammende Evangeliar des Klosters Reichenau wird in einem Tresor der Bayerischen Staatsbibliothek in München verwahrt. Am Mittwoch konnte das digitalisierte Exemplar mit 3-D-Brille auf der Frankfurter Buchmesse bestaunt werden.

Das auf Scannsysteme spezialisierte Tübinger Unternehmen Zeutschel präsentierte nach eigenen Angaben eine Weltneuheit. Das Buch tritt für den Betrachter optisch aus dem Bildschirm - einem handelsüblichen 3-D-Fernsehgerät - heraus. Es kann vom Nutzer in etwa zwei Metern Entfernung mit Handbewegungen umgeblättert werden.

Zeutschel hat sein Gerät vor wenigen Tagen auf den Markt gebracht. Zielgruppe sind große Bibliotheken oder Museen, die nicht zugängliche Kostbarkeiten der Öffentlichkeit optisch ganz neu präsentieren könnten. Die Bayerische Staatsbibliothek habe ein Gerät bereits in Arbeit, sagte ein Sprecher von Zeutschel. Als Kostenpunkt für Hard- und Software nannte er rund 30 000 Euro.

(dpa)
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