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Frau erstochen: Mann muss in Psychiatrie

Ein 46 Jahre alter Mann, der seine Ehefrau erstochen und seinen Sohn lebensgefährlich verletzt hat, muss in die Psychiatrie. Laut einer Sachverständigen leitet er unter paranoider Schizophrenie.
Darmstadt.  Das Landgericht Darmstadt sprach den Angeklagten aus dem südhessischen Eppertshausen am Montag wegen Schuldunfähigkeit vom ursprünglich angeklagten Vorwurf des Mordes frei. Da von dem Mann «weitere ähnlich gelagerte Taten zu erwarten» seien, werde er auf zunächst unbestimmte Zeit in eine geschlossene Anstalt eingewiesen, entschieden die Richter. Wenn er nicht den Umgang mit seiner Krankheit lerne, werde er dort lange Zeit verbringen müssen. Der Mann hatte eingeräumt, seine Frau im Dezember 2012 mit einem Campingmesser erstochen zu haben. Danach ging er auf seinen Sohn los, der den Vater stoppen wollte. «Wenn er das Messer nicht weggeworfen hätte, hätte ich ihn auch noch getötet», hatte der Angeklagte gesagt. Die Frau verblutete, der Sohn wurde lebensgefährlich verletzt. Obwohl der Vater «mit absolutem Vernichtungswillen» auf beide losgegangen sei, habe er im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt, sagte Staatsanwalt Fabian Kitz. Eine Sachverständige hatte erläutert, der Angeklagte leide unter einer «paranoiden Schizophrenie». Der Mann hatte sich bereits 2000 in stationärer Behandlung befunden, die damals verschriebenen Medikamente jedoch kurz vor der Tat abgesetzt. Zudem hatte er angegeben, regelmäßig Cannabis konsumiert und «Stimmen» gehört zu haben. Vermutlich habe er wegen der Stimmen auf seine Frau eingestochen und nicht, wie zunächst vermutet, weil diese ihn beleidigt hatte, sagte Kitz. Mit der Unterbringung in der Psychiatrie folgte das Gericht den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung.
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