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Hitzewelle in Hessen: Hitzehoch «Annelie» heizt den Hessen weiter ein

Hessen schwitzt in Sahara-Hitze. Die Temperaturen klettern weiter. Der Wasserverbrauch steigt enorm. Behörden geben Gesundheitstipps. Abkühlung ist vorerst nicht in Sicht.
Viele Menschen zieht es bei diesen herrlichen Temperaturen nach draußen. gerade das Mainufer lädt zum Verweilen ein. Foto: Lyding Viele Menschen zieht es bei diesen herrlichen Temperaturen nach draußen. gerade das Mainufer lädt zum Verweilen ein.
Offenbach. 
Die Woche verspricht, heiß zu werden. Foto: Michael Reichel Bild-Zoom
Die Woche verspricht, heiß zu werden. Foto: Michael Reichel

Heiße Luft aus der Sahara treibt die Temperaturen in Hessen weiter in die Höhe. Für Samstag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) 39 Grad im Rhein-Main-Gebiet in zunehmender Schwüle. Am Donnerstag soll es bis zu 34 Grad, am Freitag 37 Grad heiß werden. Für ganz Hessen galt am Mittwoch eine amtliche DWD-Hitzewarnung, am Donnerstag werde die Hitzebelastung extrem sein. Auch in den Nächten werde das Thermometer mancherorts nicht unter 20 Grad sinken - die Meteorologen sprechen dann von Tropennächten.

Das hessische Gesundheitsministerium riet, viel zu trinken und leicht zu essen. Für Donnerstag werde die Hitzewarnstufe 2 mit gefühlten Temperaturen von über 38 Grad Celsius erwartet, teilte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) mit. «Halten Sie sich in kühlen Räumen auf, vermeiden Sie körperliche Aktivitäten, halten Sie die Fenster tagsüber geschlossen und öffnen Sie sie erst nachts zum Lüften!»

Die heiße Luft erreicht Hessen aus Afrika: Sahara-Luft werde angezapft und von Hitzehoch «Annelie» über Frankreich nach Deutschland geleitet, sagte DWD-Meteorologe Sebastian Schappert. Dazu scheint die Sonne vom wolkenlosen Himmel täglich mehr als 16 Stunden. Zum Wochenende werde es zunehmend schwüler, am Freitagabend seien die ersten Hitzegewitter zu erwarten. Abkühlung ist vorerst nicht in Sicht, bis Mitte nächster Woche bleibt es heiß, auch wenn die Temperaturen ab Sonntag um einige Grade zurückgehen.

Bilderstrecke Kaiserwetter: So genießen die Frankfurter die warmen Temperaturen
Frankfurt genießt die Hitze. Bei diesen herrlichen Temperaturen zieht es viele Menschen nach draußen. Wir haben uns in der Mainmetropole umgesehen. <br><br> Katja (30) sonnt sich am Mainufer.Agnes Lukaszuk aus Höchst breitet ihr Liegetuch auf der Wörthspitze aus.Samuel Hochmann aus Frankfurt macht mit seinen Freunden einen Bootsausflug.

Wegen der Hitze und der intensiven Sonneneinstrahlung warnen Experten vor steigenden Ozonwerten. In den kommenden Tagen könnten in manchen Regionen Werte von mehr als 180 Mikrogramm pro Kubikmeter erreicht werden, teilte das hessische Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) mit. Die Experten empfehlen, Anstrengungen im Freien zu vermeiden und sportliche Aktivitäten zu reduzieren - oder in die Morgenstunden zu verlegen. Nach Angaben des HLUG reagiert etwa jeder Zehnte sensibel auf hohe Ozonwerte.

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Griechischer Sommer

Er hat sich allmählich angekündigt. Nun ist der Ausnahmezustand da. Der Sommer hat in der Region Einzug gehalten.

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Ob es für Schüler hitzefrei gibt, hängt vom Schulleiter ab. Entscheidend sind nicht die Temperaturen draußen, sondern die in den Klassenräumen gemessenen Werte. Bei zu großer Belastung für die Schüler kann nach einem Erlass des Kultusministeriums nach der fünften Stunde der Unterricht beendet werden. Möglich ist im Hochsommer nach dem aktualisierten Erlass vom März auch Projektarbeit an anderen Orten. Auf Hausaufgaben könne verzichtet werden.

Die Hitze lässt den Wasserverbrauch in Deutschland in die Höhe schießen - es wird häufiger geduscht und im Garten mehr gewässert als sonst. Bis zu 50 Prozent mehr Trinkwasser fließe bei Temperaturen um 30 Grad aus den Wasserhähnen, sagte Marten Eger, Vorsitzender des Fachbereichs Wasserwirtschaft im Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE), der Deutschen Presse-Agentur. Einen Engpass gebe es aber nicht: «In Deutschland herrscht kein Wassermangel.»

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