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SPD-Ministerinnen legen Konzept für Integration vor

SPD-Ministerinnen legen Konzept für Integration vor. Foto: Michael Kappeler/Archiv SPD-Ministerinnen legen Konzept für Integration vor. Foto: Michael Kappeler/Archiv
Berlin/Mainz. 

Mit Milliardeninvestitionen in Bildung, Arbeit und Wohnungsbau will die SPD die gesellschaftliche Integration von Flüchtlingen voranbringen. Zu dem Zwölf-Punkte-Programm „für Zusammenhalt und Integration in Deutschland” gehören die Schaffung von 80 000 neuen Kitaplätzen mit 20 000 Stellen für Erzieher, 100 000 neue Arbeitsmöglichkeiten für Geringqualifizierte und der Bau von 350 000 Wohnungen pro Jahr, um mehr bezahlbaren Wohnraum für alle Bürger zu schaffen. Das Kooperationsverbot, das Finanzhilfen des Bundes für Schulen und Kitas untersagt, soll aufgehoben werden.

Die SPD-Ministerinnen Andrea Nahles (Soziales), Manuela Schwesig (Familie) und Barbara Hendriks (Bau) sowie die Migrationsbeauftragte Aydan Özoguz und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer legten am Dienstag in Berlin ein entsprechendes Konzept vor. Investitionen von fünf Milliarden Euro sollen angeschoben werden.

Dreyer betonte, es gehe vor allem um die Menschen, die bereits in Deutschland sind und voraussichtlich länger bleiben. Fehler der Vergangenheit, als der Zuzug von Gastarbeitern und Flüchtlingen nur als vorübergehend betrachtet wurde, dürften nicht wiederholt werden. „Integration braucht Kraft und Zeit”, sagte Dreyer. Zugleich bleibe es richtig, den Zustrom „ein Stück weit einzudämmen.” Ein wichtiger Punkt sei, Sprachkurse und den Einstieg in den Arbeitsmarkt für Flüchtlinge parallel laufen zu lassen. Ganztagesangebote für Flüchtlingskinder sollen die Integration erleichtern.

(dpa)
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