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Sieben Tote durch ärztliche Behandlungsfehler in Hessen

Wenn der Arzt einen Fehler macht, kann das im schlimmsten Fall tödlich enden. Laut Landesärztekammer Hessen war die Zahl dieser Fälle aber zuletzt rückläufig.
Frankfurt/Main. 

Ärztliche Behandlungsfehler haben im vergangenen Jahr in sieben anerkannten Fällen den Tod von Patienten verursacht. Das teilte die Landesärztekammer Hessen am Mittwoch mit. Bei 57 weiteren Patienten blieben demnach dauerhafte Schäden. 62 fehlerhaft behandelte Patienten erlitten vorübergehende Schäden.

Im Vorjahr gab es laut Ärztekammer 13 Fälle, die als tödliche Folge von Behandlungsfehlern anerkannt wurden. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl von 2016 also „fast um die Hälfte zurückgegangen”, sagte die Sprecherin der Ärztekammer, Katja Möhrle. Sie geht davon aus, dass eine „durch ständige Prüfung verbesserte Fehleranalyse” ihren Beitrag zu den ansonsten „schwer als Trend zu beschreibenden Entwicklungen” geleistet habe.

Die Gutachter- und Schlichtungsstelle der Landesärztekammer Hessen teilte mit, dass hessischen Ärzten 2016 prozentual etwas mehr Behandlungsfehler unterlaufen waren als im Vorjahr. 25 Prozent der eingegangenen Beschwerden wurden als Behandlungsfehler bestätigt, im Vorjahr waren es rund 24 Prozent.

Bei den absoluten Zahlen sieht die Entwicklung anders aus. Den Angaben zufolge gab es im vergangenen Jahr 126 anerkannte Behandlungsfehler. Im Jahr 2015 waren es noch 138 gewesen. Die niedrigere Zahl im Jahr 2016 ergebe sich „aus der Zahl der erledigten Anträge”, die mit 884 ebenso geringer ausfiel.

Bei Behandlungen in Kliniken traten mehr Fehler auf als bei ambulanten Behandlungen. In der Orthopädie, Unfall- und Allgemeinchirurgie sowie in der Urologie und Frauenheilkunde bejahte die Gutachter- und Schlichtungsstelle die meisten Fehler.

Die unabhängige Stelle wird von Juristen, ehemaligen Vorsitzenden Richtern des Bundes und der Länder geleitet. Sie überprüft ärztliche Behandlungen in einem freiwilligen und für Antragsteller kostenlosen Verfahren.

Die Gutachter- und Schlichtungsstelle der Landesärztekammer trage „dazu bei, ein möglicherweise beschädigtes Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patienten wiederherzustellen”, sagte Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, Präsident der Landesärztekammer Hessen das Wirken der Stelle.

(dpa)
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