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Solar-Kataster: Mehr Unternehmen zur Solarenergie bringen

Ein paar Klicks - und ein Hausbesitzer weiß, ob sich eine Solaranlage auf dem Dach lohnt. Für Wirtschaftsminister Al-Wazir ist die Datenbank ein Erfolgsmodell.
Ein Arbeiter montiert ein Solarmodul auf ein Dach. Foto: Armin Weigel/Archiv Ein Arbeiter montiert ein Solarmodul auf ein Dach.
Wiesbaden. 

Mehr Solaranlagen auf Bürogebäuden oder Werkshallen: Hessen will mit seinem Solar-Kataster stärker auch Unternehmen ansprechen. Das kündigte der Leiter der Landesenergieagentur, Karsten McGovern, am Dienstag in Wiesbaden an. In der Datenbank sind jedes der fünf Millionen hessischen Dächer und jede Freifläche erfasst. Hausbesitzer können sich in dem Kataster seit 2016 unter anderem darüber informieren, ob ihr Hausdach für eine Solaranlage geeignet ist.

Bei den Unternehmen im Land sieht McGovern noch Potenzial. Die Firmen müssten die Anlagen nicht unbedingt selbst betreiben, sagte der Energieexperte. Es sei auch denkbar, Dach- oder Freiflächen zur Energiegewinnung zu verpachten.

Nach den Worten von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) ist das Solar-Kataster der wesentliche Grund für ein sattes Plus bei der Photovoltaik in Hessen 2017. Im vergangenen Jahr seien Anlagen mit einer Gesamtleistung von 72,5 Megawatt installiert worden - im Vergleich zu 2015 bedeute dies ein Plus von knapp 80 Prozent. Bundesweit lag der Wert im gleichen Zeitraum bei 27 Prozent. 2017 hatte Hessen auch die Windenergie weiter ausgebaut. Die Zahl der Anlagen stieg um 94 auf insgesamt 1044.

Das Land hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 die Strom- und Wärmeerzeugung zu 100 Prozent aus erneuerbare Energien zu gewinnen. Deren Anteil beim Strom soll bis 2018 auf rund 25 Prozent ausgebaut werden. Als Hauptträger gilt die Windenergie. Al-Wazir wollte sich nicht festlegen, ob Hessen dieses Ziel erreicht. Der aktuelleste Wert von 17,3 Prozent stammt aus dem Jahr 2016. Womöglich könnte im vergangenen Jahr die 20-Prozent-Marke geknackt worden sein, sagte der Minister.

(dpa)

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