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Verbände schlagen Alarm: Tierheime mit Geldsorgen

Etwa die Hälfte der Tierschutzvereine steckt in einer finanziellen Klemme. Foto: M. Scholz/Archiv Etwa die Hälfte der Tierschutzvereine steckt in einer finanziellen Klemme. Foto: M. Scholz/Archiv
Darmstadt. 

Etwa die Hälfte der Tierschutzvereine steckt nach Ansicht von Verbänden in einer finanziellen Klemme. „Da muss etwas getan werden”, forderte Renate Wegert vom Landestierschutzverband Hessen, der über 80 Tierschutzvereine vertritt. Spenden gingen zurück, für Fundtiere werde nicht ausreichend gezahlt. „Viele Kommunen versuchen, hier die Preise zu drücken.” Außerdem würden häufiger als früher Tiere aus Kostengründen abgegeben. Viele Tierheime müssten nach Jahren renovieren. „Das geht ans Eingemachte - wenn es denn da ist”, sagte die Schriftführerin.

Der Deutsche Tierschutzbund will in der zweiten Jahreshälfte mit einer größeren Aktion noch mal auf das Thema aufmerksam machen. „Jeder zweite Verein steht vor der Insolvenz, wenn die Spenden weiter einbrechen”, sagte Sprecherin Lea Schmitz.

Es gibt aber auch Tierheime, die sich ganz gut aufgestellt sehen. Städtetag sowie Städte- und Gemeindebund weisen die Kritik an den Kommunen deshalb als Einzellfälle zurück. „Das ist nicht flächendeckend”, meinte der Geschäftsführende Direktor des Hessischen Städtetages, Stephan Gieseler. Laut hessischem Städte- und Gemeindebund wird zwischen Tierheimen und Kommunen oft eine jährliche Pauschale vereinbart, um Verwaltungsaufwand bei Fundtieren zu sparen.

(dpa)
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