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Zeuge sagte nicht alles aus: Neun Monate auf Bewährung

Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer. Foto: Uli Deck/Archiv Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer.
Frankfurt/Main. 

Als Zeuge hatte ein Mann in einem Prozess um versuchten Totschlag wichtige Details für sich behalten. Deswegen verurteilte das Amtsgericht Frankfurt den 27-Jährigen am Donnerstag zu neun Monaten Haft auf Bewährung. Der Mann war seinerzeit von der Schwurgerichtskammer unter Eid genommen worden, so dass das Amtsgericht nun auf Meineid in einem minderschweren Fall erkannte.

Telefonische Überwachungsaufzeichnungen der Polizei hatten zu der Erkenntnis geführt, dass sich der Zeuge entgegen seiner gerichtlichen Aussage doch an mehr Einzelheiten der Tat erinnern konnte. Er hatte darüber ausführlich mit seiner Lebensgefährtin gesprochen. Später sagte er jedoch, er wisse nichts mehr genau.

Gleichwohl wurden die beiden Täter wegen der blutigen Schlägerei vor einer Diskothek 2016 zu Haftstrafen von sechseinhalb und von neun Jahren mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Weil die unvollständige Zeugenaussage keine schwerwiegenderen Folgen auf das Urteil hatte, nahm das Gericht den minderschweren Fall des Meineides an. Normalerweise steht auf einen Falscheid eine Mindeststrafe von einem Jahr.

(dpa)
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