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Polizei: Brände, Böller und ein SEK-Einsatz: So erlebte die Polizei Silvester

In Höchst schießen Jugendliche Raketen auf Wartende. In Niederrad sprengen Männer eine Briefkastenanlage. Und im Gutleutviertel rückt das SEK an. So erlebte die Frankfurter Polizei Silvester und den Jahreswechsel.
Zwischen Absperrung und Feuerwerk: So feiert Frankfurt Silvester 2017/18. Foto: Michael Faust Zwischen Absperrung und Feuerwerk: So feiert Frankfurt Silvester 2017/18.
Frankfurt. 

Höchst: Raketen auf dem Bahnsteig

Einem Polizeibeamten, der mit der S-Bahn auf dem Weg zum Dienst war, fielen am späten Nachmittag des Silvestertages zwei Jugendliche auf. Die beiden Jugendlichen hantierten bereits im Abteil mit Silvesterraketen und Feuerzeug herum, drohten, das Feuerwerk anzuzünden. Am Bahnhof Höchst verließen die Jugendlichen und der Beamte die Bahn. Einer der beiden jungen Männer legte dann eine Silvesterrakete auf einen Stromverteiler und zündete diese. Die Rakete flog über die Reisenden auf dem Bahnsteig und gegen die S-Bahn. Danach zog der gleiche junge Mann eine Schreckschusswaffe, schoss damit sechsmal in die Luft und rief laut Polizeibericht: "Ich knall euch ab!".

Der Polizeibeamte gab sich jetzt zu erkennen. Beamte, die zur Verstärkung eingetroffen waren, nahmen die beiden 16-Jährigen fest. Dem einschreitenden Beamten drohte einer der Festgenommenen noch mit den Worten: "Ich stech dich ab, ich schlitz dich auf!" Nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wurden die beiden in die Obhut von Familienangehörigen übergeben.

Gutleutviertel: SEK nimmt 69-Jährigen fest

Eine Gruppe Feiernde wurden am Baseler Platz aus einem Haus heraus mit zwei Böllern beworfen, die in Kopfhöhe explodierten. Verletzt wurde niemand. Als sich dann ein 69-Jähriger noch mit einer Pistole in der Hand am Fenster zeigte, verständigten die Geschädigten die Polizei. Polizeibeamte forderten den Mann auf, die Tür zu öffnen. Dies quittierte der 69-Jährige mit den Worten: "Das ist mir doch egal, ich komme nicht raus!"

Aufgrund der entstandenen Situation riefen die Polizisten das SEK hinzu, das die  Tür schließlich gewaltsam öffnete und den 69-Jährigen festnahm. Auf seinem Transport zum Revier musste der Mann wegen Herzproblemen in ein Krankenhaus gebracht werden. In der Wohnung des Mannes fand die Polizei PTB-Waffen, zwei Luftpistolen, Munition und pyrotechnische Gegenstände. Nach Angaben von Zeugen soll der Festgenommene bereits in der Vergangenheit mehrfach aus dem Fenster geschossen haben. Die Ermittlungen hierzu dauern an.

Ginnheim: Mülltonnen brennen

Brandstiftung dürfte nach Polizeiangaben die Ursache eines Mülltonnenbrandes am Silvesterabend gegen 21.40 Uhr in der Selma-Lagerlöf-Straße sein. Die Tonnen standen vor einem Wohnhaus, durch die Flammen entstand auch Sachschaden an der Hausfassade. Durch die Feuerwehr konnte der Brand schnell gelöscht werden, Personen kamen nicht zu Schaden. Der Sachschaden dürfte sich nach ersten Schätzungen auf etwa 10.000 Euro beziffern.

Dornbusch und Seckbach: Brennende Autos

Durch ein Feuer wurde in der Silvesternacht gegen 22.20 Uhr, ein Opel Astra Sports Tourer in der Malßstraße in Dornbusch komplett zerstört. Ein 61-Jähriger Zeuge hatte noch versucht, die Flammen zu löschen, zog sich dabei aber eine Rauchgasvergiftung zu und musste zunächst in Krankenhaus. Die Feuerwehr löschte die Flammen, der Schaden liegt nach Polizeiangaben bei etwa 15.000 Euro.

Zu einem weiteren Fahrzeugbrand kam es gegen 23.45 Uhr in der Atzelbergstraße in Seckbach. Dort brannte der Motorraum eines geparkten Nissan Qashqai. Die Flammen beschädigten auch einen daneben abgestellten Opel Meriva und einen Ford Focus. Personen wurden nicht verletzt. Auch hier ist die Brandursache unbekannt, den Schaden beziffert die Polizei auf mehrere tausend Euro.

Rödelheim: Papiercontainer brennen

Zwei Papiermüllcontainer, die im Zentmarkweg 31 und 48 abgestellt waren setzten Unbekannte in der Silvesternacht gegen 22.40 Uhr und 0.55 Uhr in Brand.  Während die Tonne im ersten Fall vollständig verbrannte, konnte im zweiten Fall die Feuerwehr rechtzeitig löschen. Zeugen hatten zuvor eine größere Gruppe von Jugendlichen in der Nähe beobachtet. Ob diese mit den Bränden in Verbindung steht, ist nach Polizeiangaben unklar, die Beamten nahmen die Personalien auf, die Ermittlungen dauern an. Der Sachschaden beziffert sich auf mehrere hundert EUR.

Niederrad: Junge Männer sprengen Briefkästen

Kurz nach Mitternacht wurde die Polizei in die Bruchfeldstraße nach Niederrad gerufen. Junge Männer sollen dort immer wieder Passanten mit Böllern beworfen haben. Als die Polizei ankam, sahen die Beamten noch, wie drei Personen sich von einer an Briefkastenanlage an einer Hauswand entfernten. Kurz darauf explodierten die Briefkästen, Teile flogen durch die Luft und waren nach Polizeiangaben noch in 23 Metern Entfernung zu finden. Ein Briefkastendeckel schlug auf der gegenüberliegenden Straßenseite in eine gläserne Eingangstür. Der Sachschaden dürfte sich auf etwa 2000 EUR beziffern. Verletzt wurde niemand.

Bei den Beschuldigten handelt es sich nach Polizeiangaben um zwei Frankfurter im Alter von 27 und 29 Jahren sowie um einen 29-Jährigen aus Kriftel. Die Männer wurden nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Schwanheim: Mülltonnen brennen

Unbekannte entzündeten zwischen 6.40 Uhr und 7 Uhr am Neujahrsmorgen in Schwanheim insgesamt neun Mülltonnen. Die Tonnen standen in den Straßen Im Heisenrath, Am Kiesberg und An der Schwarzbachmühle. Sechs der Tonnen brannten vollständig nieder, drei Tonnen wurden teilweise zerstört. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf mehr als 2000 EUR. Die Feuerwehr verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf Gebäude.

red/tkö

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