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Klient verletzt Agenturmitarbeiter: Hammer-Angriff in Dietzenbacher Jobcenter

In Dietzenbach ist ein Mitarbeiter des Jobcenters von einem Klienten mit einem Hammer attackiert worden. Das Opfer wurde bei dem Angriff lebensgefährlich verletzt. Über das Motiv herscht weiter Unklarheit.
Ein Kameramann steht vor dem Jobcenter, in dem sich die Gewalttat ereignet hatte. Ein Kameramann steht vor dem Jobcenter, in dem sich die Gewalttat ereignet hatte.
Dietzenbach. 

Nach dem Angriff auf einen Mitarbeiter des Jobcenters in Dietzenbach, bei dem das Opfer lebensgefährlich verletzt worden ist, herrscht weiter Unklarheit über das Motiv des Verdächtigen. Die Vernehmung des 51-Jährigen aus dem nahen Obertshausen (ebenfalls Kreis Offenbach) habe bislang keine neuen Erkenntnisse gebracht, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag. Ein Antrag auf Haftbefehl wurde vorbereitet. Der Tatvorwurf könnte auf gefährliche Körperverletzung in Verbindung mit einem Tötungsversuch lauten, eventuell könnte dem Mann sogar Mordabsicht vorgeworfen werden.

Es passierte am Donnerstagmittag: Im Dietzenbacher Jobcenter „Pro Arbeit“ in der Albert-Einstein-Straße schlug ein 51 Jahre alter Mann aus Obertshausen einem Mitarbeiter der Behörde mit einem Hammer gegen den Kopf. Der 64-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt. Am Nachmittag wurde das Opfer in Offenbach notoperiert.

„Der Tatverdächtige wird gerade von der Kripo Offenbach befragt“, berichtete Polizeisprecher Rudi Neu am Nachmittag dieser Zeitung. Das Motiv war am Donnerstag noch unklar, die Staatsanwaltschaft wolle sich am Freitag dazu äußern, kündigte Neu an. Einen islamistischen Hintergrund schloss der Polizeisprecher aus, bei dem Täter handele es sich um einen Vietnamesen.

Das Dietzenbach Jobcenter war im Januar schon einmal in die Schlagzeilen geraten. Damals waren dort Schüsse gefallen, es war aber niemand verletzt worden.

Auch in anderen Städten ist es schon zu gewaltsamen Angriffen in Arbeitsagenturen gekommen. So stach 2011 im Frankfurter Jobcenter auf der Mainzer Landstraße eine Nigerianerin auf einen Polizisten ein, woraufhin sie von einer Polizistin erschossen wurde. 2014 erstach ein Mann im Jobcenter von Rothenburg ob der Tauber  einen Mitarbeiter aus Verärgerung über ein Gutachten. (ch)
 

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