Eine Sitzung mit viel Pfeffer

Alt-Sitzungspräsident Albert „Ali“ Rauch erlebte sein Comeback, da Sitzungspräsident Holger Held in diesem Jahr leider kurzfristig absagen musste. Trotz der kurzen Vorbereitungszeit zeigte sich Albert Rauch aber gewohnt souverän und führte humorvoll durch den Abend. Sportliche Höchstleistungen am Seitpferd: Boris Kolb (mit Unterstützung von Jerome Hartmann (verdeckt)).	Fotos: J. Rauch Bilder > Sportliche Höchstleistungen am Seitpferd: Boris Kolb (mit Unterstützung von Jerome Hartmann (verdeckt)). Fotos: J. Rauch
Bad Camberg-Erbach.  Wohl keiner der vielen Zuschauer in der Erlenbachhalle wünschte die Akteure der 1. Kappensitzung des CVE dorthin wo der Pfeffer wächst, doch genau dahin ging es am vergangenen Samstagabend. Unter dem Motto „Erbach – Wir sind verliebt indisch“ entführten die Narren das Publikum auf den Subkontinent Indien.

Der Tradition entsprechend eröffnete die Tanzgruppe „Jive“ vom TV Erbach das bunte Programm des Abends. Auch bei diesem Auftritt ging es tropisch zu, denn die jungen Tänzerinnen lieferten zum Thema „Dschungelcamp“ mit passender Musik und unter dem Einsatz von Klanghölzern einen sehenswerten Einstieg.

Cambergia Christina Irmgard I. und ihr Hofstaat begrüßten das närrische Volk mit einem indischen Gruß und einer kunterbunten Konfetti-Rakete. Mitregent Prinz Florian I. musste derweil seinen Pflichten auf der Kappensitzung in Würges nachkommen.

Anschließend betrat ein Neuling in der Bütt die Bühne. Mit Anekdoten aus dem Unterricht in der Schule und aus dem Leben mit seinen Erziehungsberechtigten machte er klar, dass der Nachwuchs es manchmal auch nicht so leicht hat. Der Jugendliche erwies sich dabei als Naturtalent und erntete für seinen lockereren Vortrag viel Gelächter und Applaus.

Über viel Beifall durfte sich auch Rosie Liefke freuen, die als „Frau eines Cambergers“ genug von ihrem verwöhnten Ehemann hatte und jetzt lieber als beste Klofrau Deutschlands in Erbach die Toiletten putzt. Auf hohe See ging es mit der Gruppe „Rope Skipping“ der TG Bad Camberg, die in maritimen Outfits eine rasante Darbietung auf sehr hohem Niveau ablieferte.

Etwas ruhiger wurde es beim Auftritt des beliebten Pärchens Manchula (Carol Hartmann-Jones) und Doc Thore Bahlo (Thore Bahlo), die mal wieder ernsthafte Differenzen mit Gott und der Welt auszutragen hatten. Auch wenn die Esoterikerin am Ende noch nicht so ganz die physikalischen Wunder der Welt verstand, so konnte sie doch immerhin ihren Namen tanzen. Die „Erbacher Dippeknaller“ boten mit einem bunten Potpourri an Songs eine fetzige Darbietung, und als dann zum Schluss das traditionelle Fastnachtslied „Ja wenn das Wägelsche gieht“ gespielt wurde, sang der ganze Saal begeistert mit.

Oliver Meurer kommentierte in seinem Jahresrückblick scharfzüngig die Schrullen seiner Mitmenschen und das politische Tagesgeschehen, nahm aber auch sich selbst aufs Korn. Als unterdrückter Mann stellte er fest: „Die Waffe der Frau ist der Mund.“

Die deutsche Meisterin im Solo-Garde-Tanz, Lorena Grund, zeigte wiedrum eine tänzerische Höchstleistung und beeindruckte das Publikum mit ihrem akrobatischen Auftritt. Das Team des Erbacher Fastnachtsfernsehens sendete ein abwechlsungsreiches Programm und zeigte mit verschiedenen Einlagen wieder höchstes humoristisches Können. Ein Toilettengang zu dritt wurde zum besonderen Erlebnis und auch in sportlicher Hinsicht kann den Akteuren wohl niemand so schnell etwas vormachen.

Sportlich ging es danach weiter, denn die Showtanzgruppe „Déjà Vu“ des SV Oberselters zeigte zu mitreißender Musik und in farbenprächtig leuchtenden Kostümen eine gekonnten Auftritt.

„Gut getarnt“ betrat Christof Kolb als Spezial-Agent in rotem Nikolaus-Mantel, mit Strohhut und weißer Sonnenbrille die Bühne, um sich so von den üblichen Trenchcoat und Sonnenbrille tragenden Geheimagenten abzuheben. Denn NSA und Co sind überall und so schreibt Kolb dann auch seine SMS nur noch auf Erbacher Platt.

Das Männerballett des CVE bildete den Abschluss des Abends und zeigte mit einem gekonnten Auftritt als Sultane und Haremsdamen, dass auch Männer durchaus tänzerisches Talent besitzen können.

(jar)

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Eine Sitzung mit viel Pfeffer
Alt-Sitzungspräsident Albert „Ali“ Rauch erlebte sein Comeback, da Sitzungspräsident Holger Held in diesem Jahr leider kurzfristig absagen musste. Trotz der kurzen Vorbereitungszeit zeigte sich Albert Rauch aber gewohnt souverän und führte humorvoll durch den Abend.
http://www.kreisblatt.de/rhein-main/karneval_2014/Eine-Sitzung-mit-viel-Pfeffer;art34115,759600
17.02.2014
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Bad Camberg-Erbach