Limburger Bischof: Tebartz-van Elst: Keine strafrechtlichen Verstöße

Der umstrittene Limburger Bischof Tebartz-van Elst hat beim Bau seines neuen Bischofssitzes in Limburg offenbar nicht gegen staatliche Gesetze verstoßen.
Limburg.  Franz-Peter Tebartz-van Elst. Foto: dpa /rhein-main/limburgerbischof/Tebartz-van-Elst-Keine-strafrechtlichen-Verstoesse;art25268,771195 Franz-Peter Tebartz-van Elst. Foto: dpa Im Prüfbericht zu den ausufernden Baukosten am neuen Limburger Bischofssitz werden Franz-Peter Tebartz-van Elst offenbar keine Verstöße gegen staatliche Gesetze oder Vorschriften nachgewiesen. "Es ist ausschließlich das Kirchenrecht betroffen", sagte einer der Verfasser des Prüfberichts der "Welt am Sonntag". Der Prüfer, der nicht namentlich genannt werden wollte, sagte, nun werde "ein Kirchenrechtler damit beauftragt zu überprüfen, ob der Bischof richtig gehandelt hat". Zu möglichen Schlussfolgerungen sagte der Prüfer: "Die Sachargumente sprechen nicht für Tebartz-van Elst, aber auch nicht für das Domkapitel, das mitverantwortlich ist."

Neue Vorwürfe gegen den Bischof erhob in der "Welt am Sonntag" Hessens Ex-Staatsminister Jochen Riebel (CDU), der dem Vermögensverwaltungsrat des Bischöflichen Stuhls in Limburg angehört. Riebel behauptet, Tebartz-van Elst habe ihn belogen bei der Frage, wie viele Antiquitäten und künstlerische Figuren für das Diözesane Zentrum angeschafft worden seien. "Tebartz-van Elst hat mir in einem Vier-Augen-Gespräch hoch und heilig versprochen, dass alle Figuren, die dort aufgestellt sind, aus dem Fundus stammen. Das war gelogen", sagte Riebel. "Lediglich zwei der Figuren sind aus dem Fundus, alle anderen wurden angeschafft."

Expertenkommission prüft Kostenexplosion

Seit einem halben Jahr kommen das Bistum Limburg und sein Bischof nicht aus den Schlagzeilen heraus. Im August 2013 läutete ein Protestbrief Frankfurter Katholiken an ihren Oberhirten die Krise ein. Einen Höhepunkt erreichte sie im Oktober, als klar wurde, dass der umstrittene neue Bischofssitz auf dem Limburger Domberg mindestens 31 Millionen Euro kostet. Im selben Monat verordnete Papst Franziskus dem Bischof eine Auszeit. Tebartz-van Elst zog sich daraufhin in ein Kloster nach Niederbayern zurück, wurde ab und zu aber auch in Limburg und Rom gesehen.

Nach der Beurlaubung des 54-Jährigen begann eine von der Deutschen Bischofskonferenz berufene Expertenkommission, den Bau auf dem Domberg unter die Lupe zu nehmen. Der Zollitsch nun vorliegende Bericht soll vor allem die Frage beantworten, warum die Kosten derart in die Höhe geschnellt sind: War man zu Baubeginn von 5,5 Millionen Euro ausgegangen, liegen die bezifferten Kosten derzeit bei mehr als 31 Millionen Euro. Auch auf die Frage, ob dies die endgültige Summe ist, oder ob die Kosten noch höher liegen, erhofft sich die Öffentlichkeit Antwort.

Spekulationen, was mit Tebartz-van Elst passiert, sollte er nicht nach Limburg zurückkehren dürfen, gab es schon reichlich. Sie reichen von einer Versetzung ins Ausland über eine Art Frühpensionierung bis zu einer Tätigkeit in der Wissenschaft. Auch über eine Absetzung wurde zuletzt spekuliert. Zumindest in einem Punkt sind sich Kritiker wie Fürsprecher einig: Tebartz-van Elst gilt als hervorragender Theologe.

Limburger Bischofs-Skandal Franz-Peter Tebartz-van Elst. Foto: dpa Limburger Bischof Fall Tebartz: Unter Freunden

Von wegen Benediktinerkloster in Metten. Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst ist auf Tour. Mal in München, mal in Regensburg, mal in Rom. Besuch bei Freunden, denn der Bischof braucht Unterstützung, will er zurück in sein Bistum. Der Papst will ihn jedoch angeblich abberufen.

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Limburger Bischofs-Skandal Franz-Peter Tebartz-van Elst. Foto: dpa "Zeit": Papst will Skandalbischof absetzen

Nach Informationen der Zeit steht der Limburger Bischof kurz vor seiner Absetzung: Das Blatt berichtet, Papst Franziskus wolle Tebartz-van Elst aus seinem Amt entfernen. Der ahne davon offenbar nichts.

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Tebartz-van Elst: Keine strafrechtlichen Verstöße
Der umstrittene Limburger Bischof Tebartz-van Elst hat beim Bau seines neuen Bischofssitzes in Limburg offenbar nicht gegen staatliche Gesetze verstoßen.
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01.03.2014
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