Aufgepasst – Flossen hoch

Die Schüler der Klasse4a der Fried-Lübbecke-Schule berichten aus dem Zoo, was sie bei den Robben erlebt haben.
Tierpflegerin Janet Pambor liebt das Training mit den Robben.	Foto: Fritzsche Tierpflegerin Janet Pambor liebt das Training mit den Robben. Foto: Fritzsche
Frankfurt. 

Die Zwergseebären machen einen Handstand, bringen Ringe und springen. Lange haben sie dafür trainiert. Sie fingen an mit einem Tennisball, später lernten sie Farben zu erkennen und einen Handstand zu machen. Mittlerweile sind sie schon richtige Profis. Tierpflegerin Janet Pambor trainiert seit drei Jahren die Robben im Frankfurter Zoo.

Durch das Training wird die Langeweile dieser sehr aufmerksamen Tiere im Zoo bekämpft und die Besucher freuen sich über das Schauspiel. Das Training hat aber noch einen anderen Effekt: Trainierte Tiere lassen sich tierärztlich leicht versorgen und müssen nicht bei jedem Wehwehchen in Narkose gelegt werden.

Zwergseebären werden zwischen 20 und 25 Jahre alt. Das Gewicht der Männchen beträgt etwa 350 Kilogramm. Die Weibchen wiegen nur 120 Kilo. Die Männchen können bis zu 2,20 Meter lang werden, die Weibchen nur 1,60 Meter.

Sie fressen hauptsächlich Fisch. Im Frankfurter Zoo bekommen sie Heringe und Makrelen. Jeden Tag sieben bis zehn Kilogramm. Janet Pambor: "In die Fische geben wir zusätzlich Vitamine und Salz hinein, damit die Robben gesund bleiben, weil sie ja im Zoo in Süßwasser schwimmen. Im Winter fressen sie doppelt so viele Fische, weil sie durch das viele Bewegen mehr Energie verbrauchen."

Die Seebären gehören zu den Ohrenrobben. Man erkennt sie an ihren deutlichen Ohren. In freier Natur leben sie in Afrika in großen Gruppen zusammen. Ihre natürlichen Feinde sind Haie und Wale – der größte Feind allerdings ist der Mensch. Robben werden wegen ihres Fells gejagt und getötet. Die sehr friedlichen Tiere sind deshalb leider vom Aussterben bedroht.

Weltweit gibt es rund 80 Robbenarten. Auch in der Nord- und Ostsee leben die Tiere, aber nur drei Arten: Seehunde, Kegelrobben und Ringelrobben.

Im Zoo Frankfurt können neben den Zwergseebären auch noch Seehunde, die zu den Hundsrobben gehören, angesehen werden. Seehunde werden bis zu 40 Jahre alt. Wenn sie Aufmerksamkeit brauchen klatschen sie mit ihrer Flosse auf den Boden. Ohrenrobben dagegen haben kräftigere Hinterbeine mit denen sie ihren Körper stützen und dadurch aktiv sein können. Hundsrobben können sich an Land nur auf dem Bauch vorwärts bewegen – sie "robben".

Weil sich Seehunde gern auf Sandbänken und Felsen ausruhen, gibt es im Seehundgehege große Steinfelsen. Da fühlen sich die Seehunde wohl. An den Küsten versucht jeder Bulle, so wird der männlich Seehund genannt, seinen eigenen Platz gegen die anderen Bullen zu verteidigen. Dabei kommt es oft zu heftigen Kämpfen, bei denen nur die kräftigsten Bullen bestehen können. Der Bulle wirkt durch seine Schultermähne noch größer als er ohnehin schon ist. Die weiblichen Seehunde werden Kühe genannt und sind viel zierlicher. Die Seehundebabys heißen Heuler – benannt nach den Tönen, die sie von sich geben. Sie haben, nachdem sie geboren werden, für ungefähr zwei Wochen Fettreserven. Danach müssen sie selbst für ihr Futter sorgen.

Übrigens: Die Robben werden täglich (außer Montag) um 11 Uhr und 15.30 Uhr gefüttert.

Laura Galtfeld, Antonia Dittmann, Emilie Stieging, Joel Ovono-Mbala, Luis Öhlenschläger, Alexander Diallo, Enesse Hollmann, Aysa Baris, Adam Houbbani, Marie, Jasna und Lesley Klein.

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