Das ist nichts für sensible Näschen

Verschnupfte Nasen können auch Vorteile haben – das stellten die Jungjournalisten der Klasse 3b aus der Grundschule "Am Kastanienhain" in Schneidhain fest. Mit ihrer Lehrerin Kirsten Forster besuchten sie die Wasserreinigungsanlage.
Die Schüler durften auch einmal am Klärschlamm schnuppern. Fotos: Delphinklasse Schneidhain Die Schüler durften auch einmal am Klärschlamm schnuppern. Fotos: Delphinklasse Schneidhain
Kronberg. 

Fast idyllisch zwischen Obstwiesen gelegen, in der Nähe des tollen Anwesens Schafhof, liegt die Kläranlage Kronberg. Betritt man das Gelände, denkt man erst gar nicht, dass es sich um eine Kläranlage handelt, da es eher wie ein Park aussieht. Doch nähert man sich den verschiedenen Becken, riecht man, was hier so ankommt.

Das Gebäude mit der ersten Reinigungsstufe – dem Rechen – ist nichts für sensible Nasen, wenn vorher noch nicht gelüftet wurde. Ein Rechen ist ein Edelstahlsieb, das alles rausfiltert, was größer als 1 Zentimeter ist. Doch leider hat man kaum Chancen, Schmuck, der einem aus Versehen ins Klo oder Waschbecken fällt, hier zu finden, da das Kostbarste, was jemals im Klärwerk Kronberg entdeckt wurde, ein 10-Euro-Schein war.

Nach dem Rechen kommt der Sand- und Fettfang, der ebenfalls noch zur mechanischen Reinigung gehört. Auch dort wäre eine Nasenklammer noch von Nutzen. Auch wenn Dirk Bräutigam behauptet, hier seien nur etwa vier Personen beschäftigt, stimmt das nicht ganz. Er vergaß, Millionen von kleinen Mitarbeitern zu erwähnen, die ganz ohne Lohn in der biologischen Reinigungsstufe arbeiten: die Kleinstlebewesen. Sie füllen 6 Meter tiefe Becken, vermehren sich sehr schnell, überleben bis zu vier Tage und säubern in rasanter Geschwindigkeit das Wasser. Von oben betrachtet sehen sie allerdings eher aus wie Schlamm.

Bevor das Wasser schließlich gesäubert in den Sauerborn-Bach fließen darf, wird es im Nachklärbecken gesammelt. Dieses Becken hat die Form eines Trichters, der am Rand 2 Meter und in der Mitte 5 Meter tief ist. Hier kann man befreit durchatmen, auch Enten fühlen sich hier wohl. Denken Sie doch mal über einen Besuch des Klärwerkes Kronberg nach. Es lohnt sich!

Alexander, Florian, Larissa, Matteo, Noah, Tim, Vivienne

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