Der Reichtum unserer Sprache

26 Schüler der Klassen 9 bis 12 des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums (KFG) in Bad Homburg nahmen an dem Projekt "Das Vergessene Wort – Vom Reichtum der deutschen Sprache" teil. Ziel war, das persönliche literarisch-poetische Sprachvermögen zu entdecken und zu schulen.
Bad Hombrg. 

Ein Aufruf zur Kultur? So in etwa könnte man das Projekt "Das Vergessene Wort" bezeichnen. Wer die deutsche Sprache erforschen und aus neuen Perspektiven entdecken wollte, meldete sich bei Literaturwissenschaftlerin Dr. Katrin Bibiella und der Erziehungswissenschaftlerin Angelika Humann. Zusammen haben sie mit der Lenz-Stiftung Mainz zu diesem Projekt aufgerufen.

Bücher aus dem Barock bis ins 20. Jahrhundert lesend, sammelten die Schüler vergessene, veraltete und poetische Wörter. Diese fassten sie samt Bedeutung und Quelle in einer wissenschaftlichen Arbeit zusammen und schrieben einen Erfahrungsbericht über die Lektüre. Beides wurde kürzlich feierlich vorgestellt. Dabei war aber der Lernaspekt für die Schüler mindestens ebenso wichtig wie das Ergebnis in schriftlicher Form. Denn Ziel war neben der Sammlung, den Schülern den Umfang und Reichtum unserer Sprache zu vermitteln. Den Horizont zu erweitern, sich poetisch und künstlerisch zum Ausdruck zu bringen und nebenbei die Bedeutung unserer Sprache zu erkennen, sollte das Ergebnis des Projekts sein. "Es war ein voller Erfolg", stellte Dr. Bibiella fest. Die Schüler öffneten sich für neue Spracheinflüsse, probierten sich im sprachlichen statt inhaltlichen Lesen und nutzten ihre Kreativität, um eigene "Non-Sens-Wörter" zu bilden und die Klangfarbe der deutschen Sprache zu entdecken. Auch Heike Zinke, Schulleiterin des KFG, unterstützte das Projekt. Sie sagte, sie bewundere die Untersuchung der Sprache und erhoffe sich so eine Weitergabe zwischen den Generationen – egal ob von Alt zu Jung oder andersherum, denn auch die Älteren sollten die "neue" Sprache der Jugend kennenlernen. Dass sich die Generationen in ihrer Sprache gegenseitig miteinander sensibilisieren, sei ein anzustrebendes Ziel.

Der vollständige Abschluss des Projektes ist für den September diesen Jahres vorgesehen und beinhaltet eine Veröffentlichung der Arbeiten als Buch und ein letztes Treffen. Julia Sonnenberg, Alice Müller und Lucas Kobisch

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