Der vergrabene Koloss

Wir Kinder der Klasse 4 aus Ahlbach wissen mehr über Basalt, als manch Erwachsene. Wieso sagen wir euch jetzt: Wir haben im Internet recherchiert und viele Informationen über Basalt gefunden.
Die Reporter der Klasse 4 aus Ahlbach suchen nach Spuren des Basaltabbaus.	Fotos: Klasse 4 Die Reporter der Klasse 4 aus Ahlbach suchen nach Spuren des Basaltabbaus. Fotos: Klasse 4
Ahlbach. 

 

Dann haben wir in Gruppen Plakate zum Thema Basalt gestaltet. Diese Plakate haben wir dann in der Klasse vorgestellt und aufgehangen. Wir wissen jetzt; dass Basalt ein kieselsäurearmes vulkanisches Ergussgestein ist. Basalt entsteht, wenn dünnflüssiges Magma an der Erdoberfläche austritt und erkaltet, ohne dabei deutlich sichtbare Kristalle zu bilden. Die Farben von Basalt sind dunkelgrau bis schwarz. Basalt wird heute als Schotter im Straßenbau und Gleisbau, als Pflasterstein und zunehmend im Gartenbau als gestaltendes Element verwendet. Früher wurde Basalt auch für die Fundamente von Häusern benutzt. So steht das Hadamarer Schloss zum Teil auf Ahlbacher Basalt.

Unsere Exkursion

Heute starten wir unsere Exkursion zum Steinbruch. Herbert Steinmann, unser Experte für Heimatgeschichte, holt uns in der Schule ab. Stolz zeigen wir ihm unsere Plakate und erzählen, was wir schon über Basalt wissen. Er erzählt uns etwas zur Geschichte des Ahlbacher Steinbruchs.

Dann geht es los. Es ist ein schöner sonniger Herbsttag. Schon nach wenigen Minuten sind wir im Naturschutzgebiet. Alle Bäume und Sträucher, die wir sehen, wurden erst nach 1980 angepflanzt. Wir gehen bis zur Schutzhütte auf dem Käferberg, denn hier hat man einen schönen Blick auf den Krater.

Ein Zaun verhindert, dass wir dichter an den Krater herankommen. Aber das ist auch gut so, denn die Wände sind steil und tief. Einen Absturz würde man sicher nicht heil überstehen. Obwohl wir hinter dem Zaun stehen, können wir die Basaltsäulen gut erkennen. Und jetzt erzählt uns Herbert Steinmann die Geschichte von "vergrabenen Kolos" und zeigt uns, wo er sich ungefähr befindet. Danach gehen wir zusammen zurück zur Schule.

Die Geschichte vom

 


 

Ahlbacher Steinbruch

1870 kaufte eine südhessische Firma das Gelände des bis dahin wenig bedeutenden Steinbruchs und begann in größerem Umfang Basalt abzubauen. Das war damals eine ziemliche Knochenarbeit, denn es gab noch keine Maschinen. Mit einfachen Werkzeugen wie Hammer und Brecheisen mussten die großen Basaltsäulen gebrochen werden. Später wurde mit Dynamit gesprengt.

Damals war der Steinbruch nur wenige Meter tief, denn der Basalt lag dicht unter der Erdoberfläche. Mit der Hand wurde das gebrochene Material in Lastaufzügen befördert, was nicht immer einfach war. Erst später kamen Bagger und andere Maschinen zum Einsatz. So auch der große Steinbrecher. Eine riesige Anlage, die die Basaltbrocken zerkleinerte.

Der Abbau wurde jedoch immer schwieriger und lohnte sich finanziell nicht mehr. So kam 1977 das endgültige Aus für den Steinbruch. Nachdem die Ahlbacher Bürger die Errichtung einer Mülldeponie verhindert hatten, kaufte die Stadt Limburg das Gelände, und es wurde unter Naturschutz gestellt.

Nun musste aber die große tonnenschwere Brecheranlage demontiert werden.

Der Plan war, die Anlage zu sprengen und dann die kleineren Einzelteile wegzuschaffen. Tagelang wurden Löcher in die Anlage gebohrt und mit Dynamit gefüllt. Dann wurde gesprengt. Es muss einen sehr lauten Knall gegeben haben und die Staubwolke war riesengroß. Doch als die Staubwolke verschwand, stand die Anlage noch immer da und war kaum beschädigt. So entschloss man sich die Anlage zu "vergraben".

Und nun wisst ihr auch, was unsere Überschrift bedeutet.

Autoren: Klasse 4

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