Die Himmelsbahn kommt ohne Lokführer aus

Die Skyline am Frankfurter Flughafen fährt Passagiere und ihr Gepäck vom Terminal 1 zum Terminal 2 und zurück. Sie wurde 1994 in Betrieb genommen und wird von der Firma Bombardier Transportation betreut.
Anisa Misimi demonstriert die Größe der Schraubenschlüssel: Einer wiegt 3 Kilogramm. Foto: Lea-Sophie Möller Anisa Misimi demonstriert die Größe der Schraubenschlüssel: Einer wiegt 3 Kilogramm. Foto: Lea-Sophie Möller
Frankfurt. 

Die Skyline fährt auf zwei Fahrspuren 20 Meter über dem Erdboden mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50 Kilometer pro Stunde. Sechs Bahnen können gleichzeitig auf der Strecke im Kreisverkehr fahren.

Die Bahnen brauchen kein Benzin, denn sie fahren mit Strom, den die Bahn von einer Mittelschiene abgreift, die auch gleichzeitig die Fahrzeuge auf der Spur hält. Für Notfälle ist die Bahn mit einer Batterie ausgestattet, für Licht und Notruf-Telefon.

In einer Bahn können 60 Passagiere mitfahren. Die Bahn selbst wiegt 15 Tonnen, zehn Tonnen dürfen noch zugeladen werden.

Die Bahn fährt führerlos. Sie wird vom Computer gesteuert und von Kameras überwacht. In einem Büro sitzen Mitarbeiter von Bombardier, die viele Monitore beobachten müssen. Weil sie die Bahn ohne Unterbrechung überwachen müssen, dürfen sie nur auf die Toilette oder Essen gehen, wenn sie abgelöst werden. Es wird in drei Schichten gearbeitet.

Alexander Heinrich ist der Abteilungsleiter. Er ist 39 Jahre alt. Als er 34 Jahre alt war, hat er angefangen, dort zu arbeiten.

Er wollte schon als Kind am Flughafen oder bei der Bahn arbeiten. Damals hatte er eine kleine Spielzeugbahn, heute hat er eine große Bahn, nämlich die Skyline.

Er sagt, seine Arbeit sei anspruchsvoll, aber nicht anstrengend, am Wochenende arbeitet er nicht. Er muss auch keinen Schichtdienst machen.

Ist eine Bahn mal defekt, kommt sie in die Werkstatt zur Reparatur. Neun Fahrzeuge passen in die Werkstatt. Insgesamt gibt es 18 Fahrzeuge. Einmal in der Woche werden die Bahnen von außen geputzt, jeden Tag innen gesäubert. Für die Wartung steht ein Team von 45 Mitarbeitern zur Verfügung.

20 Meter hoch

Sollte während der Fahrt ein Notfall auftreten, gibt es ein Telefon in der Bahn, um die Feuerwehr oder den Krankenwagen zu rufen. Den Notruf aus Spaß zu benutzen, ist verboten und wird bestraft.

Es gibt auch zwei Notausgänge und einen sehr schmalen Weg neben den Gleisen, aber die meisten Menschen haben Angst, ihn zu benutzen, weil man dann sehr nah an einen Abgrund von 20 Metern Höhe gehen müsste. Die Koffer der Passagiere dürfen die Notausgänge nicht blockieren, und es dürfen aus Sicherheitsgründen keine Gepäckwagen in die Bahn mitgenommen werden.

In der Bahn sind vorschriftsgemäß alle Materialien schwer entflammbar, damit kein Feuer ausbrechen kann.

Die wichtigste Aufgabe der Mitarbeiter der Betreiberfirma Bombardier Transportation ist es aber, dass die Skyline ohne Unfälle und Zwischenfälle funktioniert. Sie sorgen für die Sicherheit der Bahn.

Beeindruckend sind die Werkzeuge, die für die Wartung und Reparatur der Bahnen benutzt werden. Ein Schraubenschlüssel ist fast so groß wie ein kleines Kind und wiegt mehrere Kilogramm.

Mensure Bildik, Mensur Buzhala, Kazim Cam, Hüseyin Kirci, Kaan Kocak, Anisa Misimi, Lea-Sophie Möller, Maria Muendane und

Berivan Örs

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