Die Königin der Instrumente

Wie viele Pfeifen hat eine Orgel? Wie groß ist die kleinste und größte Pfeife? Was sind eigentlich Register? Diese und viele andere Fragen wollte die Klasse 4 a der Ludwig-Uhland-Schule in Gravenbruch, die von ihrer Klassenlehrerin Judith Engert begleitet wurde, bei ihrem Besuch von dem Organsisten der katholischen Kirche St. Christoph, Carl Albert Gerling, beantwortet haben.
Neu-Isenburg. 

Die Geschichte der Orgel

Schon vor 2000 Jahren, zur Zeit der Römer, gab es Orgeln, die mit einem handbetriebenen Blasebalg oder auch Wasser angetrieben wurden. Leider weiß man nicht mehr, wer die erste Orgel erfunden hat. Es gab sie in allen möglichen Größen. Für die großen in Kirchen eingebauten Orgeln entwickelte man später einen Motor, der das Gebläse antreibt. Heute gibt es sogar elektronische Orgeln, die ganz ohne Pfeifen auskommen.

Die Orgel in der Kirche St. Christoph im Neu-Isenburger Stadtteil Gravenbruch ist 50 Jahre alt und wurde von der Firma Breitmann bei Mainz gebaut.

Jonas, Alyssa, Alicia, Ruven

Die Orgel von St. Christoph

Die Orgel von St. Christoph hat ungefähr 1500 Pfeifen. Die kleinste Pfeife ist 2 Zentimeter, die größte 2,40 Meter hoch. Es gibt Metallpfeifen und Holzpfeifen, die sehr unterschiedlich klingen. Bei den Metallpfeifen gibt es noch einen Unterschied zwischen Labial- und Lingualpfeifen. Die Lingualpfeifen haben innen eine Metallzunge und geben einen rauen, schnarrenden Ton. Jeweils 65 Pfeifen gehören zusammen zu einem Register. Mit den 19 Registern kann man verschiedene Klänge, wie zum Beispiel Posaune, Flöte, Krummhorn, Trompete oder Prinzipal spielen.

Die Orgel wird als Königin der Instrumente bezeichnet, weil sie so viele verschiedene Klänge hat und dadurch wie ein ganzes Orchester spielen kann.

Zusätzlich zu den Tasten, die Manualen, gibt es auch Pedale. Sie werden mit den Füßen nach unten gedrückt und spielen die tiefen Töne.

Prescilla, Agnesa, Tim, Max, Saskia

Der Organist Carl Albert Gerling

Carl Albert Gerling spielt schon seit er 14 Jahre alt ist Orgel. Das Orgelspielen macht ihm sehr viel Spaß. Er hat fünf Kinder. Eines ist auch Organist, die anderen spielen andere Instrumente. Seine Eltern haben ihm zunächst ein Klavier geschenkt. Doch er hat nur darauf rumgehämmert. Dann war es ihm zu langweilig und er wollte lieber Orgel in der St. Martins Kirche spielen. Herr Gerling ist nun schon 65 Jahre alt geworden und kann die Noten nicht mehr gut sehen. Also spielt er die meisten Stücke auswendig aus dem Kopf oder er improvisiert, das heißt, er denkt sich selbst etwas aus und spielt es. Auch das Gehör lässt im Alter nach, so dass er die tiefen Töne zwar noch alle hören kann, aber die sehr hohen nicht mehr.

Zum Vergleich haben wir auch den Organisten der evangelischen Kirche in Gravenbruch besucht. Er heißt Manfred Knoch und ist 80 Jahre alt. Er war ursprünglich Orgelbauer, und erst mit 40 Jahren hatte er die Idee, doch auch Orgel spielen zu lernen. Auch ihm macht das Orgelspielen sehr viel Spaß, und er hat früher sogar Orgelkonzerte gegeben. Seine zwei Kinder spielen Harfe und Schlagzeug.

Niklas, Kadir

Die großen Stücke der Orgel

Wir haben Herrn Gerling und Herrn Knoch interviewt und von ihnen erfahren, dass jeder Organist Stücke von Johann Sebastian Bach spielen können muss. Es gibt zwar auch viele andere Orgelkompositionen, zum Beispiel von Felix Mendelssohn-Bartholdy, aber am liebsten spielen beide Werke von Bach. Manche der Stücke sind zehn Minuten lang, und man muss bis zu einer Woche üben, bis man ein Stück richtig gut spielen kann. Beide Organisten haben erzählt, dass sie sich die Vorspiele für die Kirchenlieder selbst ausdenken. Am Schluss bekamen wir jeweils ein Stück vorgespielt.

Selina, Leoni, Betül, Philip

Zur Startseite Mehr aus Themen von A bis Z

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen