Eine Reise in die Vergangenheit

Die Klasse 4 d der Bürgermeister-Klingler-Schule in Mörfelden nutzte einen Ausflug in den Hessenpark in Neu-Anspach dazu, tief in die hessische Vergangenheit einzutauchen. Zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Lisa Zang ließen sie sich vor allem altes Handwerk erklären.
Von der Vergangenheit begeistert: Die Klasse 4 d der Bürgermeister-Klingler-Schule mit ihrer Klassenlehrerin Lisa Zang. Fotos: Klaus Braungart und Schüler der Klingler-Schule Von der Vergangenheit begeistert: Die Klasse 4 d der Bürgermeister-Klingler-Schule mit ihrer Klassenlehrerin Lisa Zang. Fotos: Klaus Braungart und Schüler der Klingler-Schule
Neu-Anspach/Mörfelden-Walldorf. 

Im Mai besuchte unsere Klasse den Hessenpark. Trotz des Regens hatten wir großen Spaß, denn wir haben viel gelernt und erzählt bekommen, zum Beispiel über die alte Schule. Die haben wir uns auch angeschaut. Frau Fleck erzählte uns, dass früher nur die ältesten Kinder aus der Familie in die Schule gingen. Der Lehrer hat Ohrfeigen verteilt, wenn sich die Kinder nicht benommen haben. Das ist heute zum Glück nicht mehr so. Der Lehrer war die wichtigste Person im Dorf, weil er als einziger richtig schreiben, lesen und rechnen konnte und weil er auch noch Pfarrer war.

In der Schule haben die Kinder damals Deutsch und Mathematik gelernt, aber auch was über die Landwirtschaft. Das war wichtig, damit sie zu Hause auf dem Bauernhof ihrer Familie helfen konnten.

Wie es früher in den Familien war, hat uns die Frau Fleck erklärt. Dazu hat sie Kinder aus unserer Klasse genommen und einen Jungen zum reichsten Bauer gemacht und eine Klassenkameradin zu seiner Frau. Das passte, denn früher haben Kinder mit neun bis zwölf Jahren schon geheiratet, da die Menschen noch nicht so alt wurden. Die Frauen haben jedes Jahr ein Kind bekommen und waren damit fast durchgehend schwanger. Von zehn Kindern überlebten vielleicht fünf. Für die Eltern waren die Kinder sehr wichtig, denn sie brauchten Hilfe auf dem Bauernhof. Mit drei Jahren haben die Kinder schon leichte Sachen gemacht, wie zum Beispiel Hühner füttern.

Nach dem kurzen Rundgang haben wir uns in Gruppen aufgeteilt. Einige Kinder haben getöpfert, mit Lehm gearbeitet, Brot gebacken oder aus Flachs Schnüre hergestellt.

Das hat allen riesig Spaß gemacht!

Betty Mittelstädt

und Sophia Navares

Zur Startseite Mehr aus Themen von A bis Z

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen