Eine Rundreise von der Poststelle bis zum Hessentagsbüro

Neben dem Interview mit dem Rathauschef gab es auch kleine Einblicke in die Arbeit der Stadtverwaltung.
Oberursel. 

Während sich Hans-Georg Brum Zeit für das persönliche Interview nimmt, beginnt für den anderen Teil der Nachwuchsreporter der Rundgang durch das Haus. Das Rathausgebäude mit seinen vielen Büros und Abteilungen ist richtig verwirrend. Darüber ist sich die Reportergruppe einig. Von Carmen Witzel begleitet, zieht die Truppe der nächsten Generation von Journalisten durch die Abteilungen.

Unser erster Halt ist an der Informationszentrale. Hier gibt es vier Angestellte, wobei sich die Mitarbeiter jeweils den Vormittag und Nachmittag teilen. Von montags bis freitags herrscht hier viel Betrieb. «Stellt euch vor, jährlich kommen zu uns ins Verwaltungsgebäude 80 000 Besucher!» «Wir rechnen aber erst bis Tausend!», ist die schnelle Antwort. Aber ein guter Rechner hat für uns ausgerechnet, dass jeder Bürger in Oberursel zwei Mal im Jahr vorbeikommt.

An der Infozentrale dürfen wir einen kurzen Blick auf die Technik werfen und auch mal den Öffner für die große Glasschiebetür drücken.

Danach geht es weiter ins Standesamt. Hier erfahren wir, dass es früher ein Buch gab, in das jede Geburt in Oberursel eingetragen wurde. Dieses Buch stammt aus dem Jahr 1899 und es ist immer noch da, falls eine Anfrage kommt. Manche Familien oder Wissenschaftler betreiben noch Forschung damit. Weil heute nur noch ganz wenige Kinder in Oberursel geboren werden, benutzt man dafür einen Computer. Es gibt auch für jedes Brautpaar und für jeden Todesfall in dem Buch Seiten.

Will man in Oberursel heiraten, so gibt es in der Stadt drei verschiedene Trauzimmer. Im historischen Rathaus am Marktplatz dürfen aber nur noch drei Paare im Winter und sechs Paare im Sommer heiraten, damit das alte Holz keinen Schaden nimmt. Bei etwa 200 Brautpaaren im Jahr würde das Haus auch gar nicht reichen! Deshalb gibt es noch ein Trauzimmer im neuen Rathaus und auch das Blumenzimmer im Oberurseler Brauhaus.

Eine andere wichtige Abteilung ist die Poststelle. Hier werden alle Briefe sortiert, die das Rathaus erreichen oder verlassen. An diesem Platz werden auch die Schlüssel des Rathauses verwaltet. Unser Weg führt uns in das Hessentagsbüro. Jeder von uns weiß, dass im nächsten Jahr der Hessentag in Oberursel stattfindet. Ausnahmsweise dürfen wir uns hier umsehen. Über 1000 Veranstaltungen sind dafür noch zu planen – unter anderem die Kinder- und die Open-Air-Veranstaltungen. Früher war das Büro der Hieronymi-Saal, der für Veranstaltungen und als Tanzschule genutzt wurde. Was nach dem Hessentag damit passiert, ist noch offen.

In einem Büro hängen die Regeln der Kommunikation und Zusammenarbeit. «Bei euch in der Schule müsst ihr auch miteinander reden und zusammenarbeiten. Hier ist das genauso!», klärt uns Carmen Witzel auf. Damit das klappt, haben sich alle Mitarbeiter des Hessentagsbüros in einem Seminar zusammengesetzt und diese Regeln miteinander vereinbart. Uns fällt auch gleich der große Fernseher auf, der im Büro hängt. Wir wollen natürlich wissen, ob man hier einfach so Fernsehen schauen kann. «Nein, der ist da, damit sich die Mitarbeiter Musikbands anschauen können, die sich für einen Auftritt bewerben. Wie sind schon alle sehr gespannt, wie der Hessentag wird!

Jessica Cavallo, Amelie Goltz, Maylea Hamann, Cassian Kramhöller, Chiara Krykorka und Constantin Schütz, Klassenlehrerin ist Christina Hanel

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