Eisstockschießen hat in Elz eine Heimat gefunden

Elz. Eisstockschützen würde man in Deutschland eher im tiefsten Bayern vermuten. Dass man aber auch in Hessen erfolgreich dieser Wintersportart nachgehen kann, beweisen 14 Aktive des Elzer Ski-Clubs. Vor zehn Jahren wurden sie bei einem Österreich-Urlaub auf diese Sportart aufmerksam und brachten sie in den Westerwald.

Elz. Eisstockschützen würde man in Deutschland eher im tiefsten Bayern vermuten. Dass man aber auch in Hessen erfolgreich dieser Wintersportart nachgehen kann, beweisen 14 Aktive des Elzer Ski-Clubs. Vor zehn Jahren wurden sie bei einem Österreich-Urlaub auf diese Sportart aufmerksam und brachten sie in den Westerwald.

Hier wird im Sommer seit 2004 auf einer neben den Tennisplätzen extra gebauten Asphaltbahn trainiert. Mit Erfolg. Das Damenteam mit Birgit Theis, Uschi Jeuck, Brigitte Heene und Inge Wiegand hat es mittlerweile in die Bundesliga geschafft. Rebecca Jüngel (25) ist das einzige, nicht in Bayern lebende Mitglied der deutschen Damen-Nationalmannschaft. Jüngel startet für den mehrfachen Deutschen Meister und Europacup-Sieger Wetzlar und wurde mit Deutschland bereits zwei Mal Europameisterin. Sie will noch einmal Weltmeisterin werden und hofft, dass während ihrer aktiven Zeit Eisstockschießen olympisch wird.

Acht Vereine in Hessen betrieben Eisstockschießen, und den Sport könne man sehr lange betreiben, von zehn Jahre bis über 90, so Jüngel. 85 ist der älteste Schütze in Elz. Jüngel bedauert, dass es schwer sei, in Hessen Nachwuchs für diese interessante Sportart zu gewinnen. In Bayern sei Eisstockschießen ein Schulsport und Deutschland im internationalen Vergleich führend, verrät Jüngel. Der Sport ist mit 350 Euro auch nicht billig, eine Platte kostet 40 bis 60 Euro. Jüngel braucht für einen Wettkampf, ähnlich wie ein Golfspieler, aber sechs verschiedene Platten für ihren Stock. Diese werden danach ausgesucht, wie der Spielboden beschaffen ist und wie weit sie kommen muss.

Die Aktiven des Ski-Clubs stellen neuen Interessenten gerne Material für ein paar unverbindliche Probestunden. Im Winter trainieren sie auf Eis in Frankfurt, da es hier in der Nähe keine geeignete Bahn gibt. Von Bayern und Österreich ist diese Sportart Anfang des 20. Jahrhunderts in die ganze Welt getragen worden und wird sogar in Afrika und Australien gespielt. Eine Mannschaft besteht aus vier Spielern; jeweils zwei Mannschaften spielen gegeneinander. Ziel ist es, die eigenen Stöcke möglichst nahe an die «Daube» zu setzen und gleichzeitig die gegnerische Stöcke ins «Aus» zu schießen. rok

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