Faulpelze mit großen, gelben Augen

Seit mehreren tausend Jahren fliegen sie durch die Dunkelheit. Die nachtaktiven Steinkäuze jagen ihre Beute, wenn andere schlafen.
Frankfurt. 

Meistens fressen die älteren Steinkäuze Mäuse. Dabei verschlingen sie die ganze Maus. Die Knochen und das Fell würgen sie wieder heraus. Das nennt man Gewölle. Bei den kleinen Steinkäuzen sind Regenwürmer besonders beliebt. Die Steinkäuze gehören zur Familie der Eulen erklärt Bernd Zürn vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) Flörsheim. Insgesamt gibt es 140 verschiedene Eulenarten.

Ein Steinkauz kann ungefähr 20 Zentimeter groß werden. Damit ist er in etwa so groß wie eine Amsel. Das Männchen wiegt um die 180 Gramm, das Weibchen ist mit 200 Gramm etwas schwerer. Was das Wohnen betrifft, so unterstützen engagierte Menschen wie Bernd Zürn die Steinkäuze, indem sie Steinkauzröhren bauen und aufhängen. Denn Steinkäuze sind zu faul, um sich ein Nest zu bauen. Deswegen suchen sie sich schon fertige Nester wie Spechtlöcher oder eben eine Steinkauzröhre.

Eine Steinkauzfamilie bewohnt meistens drei bis vier Steinkauzröhren. In einer der Röhren sitzt das Weibchen und brütet vier bis sechs Eier aus, die anderen werden als Unterkunft für das Männchen und als Vorratskammer genutzt. Die meisten Steinkäuze leben in Nordrhein-Westfalen, aber auch in Hessen fühlen sie sich sehr wohl. Am liebsten leben die kleinen Tiere auf Wiesen. Sie können bis zu vier Jahre alt werden.

Um sich zu paaren, lockt das Männchen das Weibchen an. Steinkäuze haben sehr gute Augen, die groß und gelb sind. Man sieht die leuchtenden Augen auch bei Nacht. Wenn Jungtiere in schlechter Verfassung sind, darf man sie mitnehmen und pflegen. Wenn Bernd Zürn die kleinen Eulen aus der Röhre nehmen würde, würden die Eltern wegfliegen. Sie kehren erst wieder zurück, wenn der Steinkauzexperte weggeht. Die Steinkauzeltern riskieren das Leben ihrer Kinder, aber nicht ihr eigenes. Die Babys werden einen Monat lang gefüttert. Nach drei Monaten verlassen sie ihr Nest. Die Steinkäuze leben ihr Leben lang in ihrem Nest.

Auf dem Wappen von Athen sieht man den Steinkauz, der für Weisheit steht. In der Fachsprache wird der Steinkauz Athene Noctua genannt.

Charlotte Schlosser, Lukas Edel, Sophie Schiefer, Nina Tauber, Chiara Dalnodar,

Natalia Chatzopoulou

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