Geheimnis hinter dem Check-in-Schalter

Viele kennen sie, doch nur wenige haben sie schon zu Gesicht bekommen – die Gepäckförderanlage am Frankfurter Flughafen. Die Schüler der Klasse 4d der Heinrich-Kromer-Schule schauten hinter die Kulissen.
Frankfurt. 

Wenn die Koffer von den Reisenden am Check-in-Schalter abgegeben werden, wird das Gepäck in eine Schale gelegt und mit einem Lift nach unten transportiert. Doch wohin gelangt das Gepäck, nachdem es abgetaucht ist? Es befindet sich in einem riesigen Streckennetz aus Schienen.

Am Check-in-Schalter wird das Gepäck gewogen und registriert. Es erhält eine Banderole mit einem Barcode, dessen Daten in das elektronische System eingestellt werden.

Ein Mitarbeiter drückt einen Knopf und sofort kommt eine Kofferschale, in die er den Koffer legt. Jeder Koffer bekommt seine eigene Schale mit einer eigenen Nummer. Der Mitarbeiter scannt den Koffer mit einem Scanner wie an der Kaufhauskasse ein. Dabei werden die Daten von der Banderole und die Kofferschalen-Nummer sozusagen miteinander «verheiratet». Jetzt weiß der Computer, zu welchem Flugzeug die Kofferschale mit dem Koffer fahren soll.

Der Koffer rollt in die sogenannte Einspeisung. Dort wird er geröntgt, damit man sieht, ob etwas Gefährliches im Koffer enthalten ist. Die Koffer rasen jetzt in ihrer Wanne mit einer Geschwindigkeit von 18 Kilometern pro Stunde, also mindestens dreimal so schnell wie ein Mensch geht, zum Flieger.

Das 73 Kilometer lange Transportnetz entspricht ungefähr der Strecke von Frankfurt-Heddernheim bis Darmstadt und wieder zurück. Die Gepäckförderanlage des Frankfurter Flughafens läuft vollautomatisch. Übereinander, untereinander, aufwärts, abwärts gleiten die Wannen wie durch ein Labyrinth und finden immer den kürzesten Weg zum Zielflugzeug. Es geht kaum etwas verloren. Die Koffer finden zu 99,5 Prozent ihr Ziel.

In der Steuerzentrale können die Flughafenmitarbeiter die Wege der Koffer auf allen 73 Kilometern auf Bildschirmen genau verfolgen. Außerdem gibt es eine große Tafel, auf der sämtliche Strecken der Förderbänder mit Lichtpunkten angezeigt werden. Hier kann man kontrollieren, ob ein Förderband ausgefallen ist. Die Förderbänder werden von vielen Motoren angetrieben. Wenn ein Motor ausfällt, ist nur ein winziger Teil der Strecke davon betroffen und die Koffer können eine Umleitung fahren.

Bevor das Gepäck auf das Vorfeld darf, werden die Koffer noch einmal gescannt, erst dann auf einen Gepäckwagen verladen und zum Zielflugzeug gefahren.

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