Großstadt im Miniformat

Oben auf der Plattform des einzigen Frankfurter Hochhauses, das öffentlich begehbar ist, bestaunten die Kinder der Klasse 4c der Heinrich-Kromer-Schule die wunderbare Aussicht.
Alexander Rabi erklärt den Schülern der Klasse 4c der Heinrich-Kromer-Schule Frankfurt von oben. Foto: Fritzsche Alexander Rabi erklärt den Schülern der Klasse 4c der Heinrich-Kromer-Schule Frankfurt von oben. Foto: Fritzsche
Frankfurt. 

"Hier fühle ich mich königlich, als könnte ich ganz Frankfurt regieren", schwärmt der zehnjährige Ivo Jurusic. In 200 Metern Höhe reicht die Aussicht über die Hochhäuser bis weit über die Stadtgrenzen hinaus. Die Alte Oper, den Hauptbahnhof und den Flughafen erkennen die Kinder sehr schnell. Am Turm der Müllverbrennungsanlage sehen sie, wo ihre Schule ungefähr liegt. Fußballfans entdecken freudig die Commerzbank-Arena. Infotafeln helfen bei der Orientierung. Die Geländer der Plattform sind aus Glas, damit die Sicht nicht behindert wird.

"Ich hatte da oben ein bisschen Angst", gibt Melina Koutalas (9) zu. Bei Florian Daum (10) dagegen haben sich "alle schlechten Gedanken ganz einfach aufgelöst" und Avdullah Xani (10) meint: "Ich mag die frische Luft auf der Terrasse, das ist fast wie im Wald."

Der Main Tower ist mit 200 Metern der vierthöchste Wolkenkratzer Frankfurts – nach der Commerzbank mit 259 Metern, dem Messeturm mit 257 Metern und der DZ-Bank mit 208 Metern. In den 1950er-Jahren war der Kaiserdom mit 95 Metern noch das höchste Gebäude in Frankfurt.

Im Main Tower gibt es jeweils eine Aussichtsplattform im 56. und im 55. Stockwerk. Im 53. Stockwerk befinden sich ein Restaurant und ein Fernsehstudio des Hessischen Rundfunks. Von hier aus wird zum Beispiel die Sendung "Maintower" übertragen. Deshalb gibt es auch die etwa 40 Meter hohe Antenne.

Der Tower hat 28 Aufzüge. Bei einer Geschwindigkeit von 7 Metern pro Sekunde wird es so manchem ein bisschen schwindelig. Alexander Rabi vom Gebäudemanagement des Main Towers erklärt die Bedeutung eines besonders wichtigen Aufzuges. Er ist feuergeschützt, und im Falle eines Alarms können gehbehinderte oder ältere Personen und schwangere Frauen sicher nach unten transportiert werden.

Die Sicherheit im Turm wird mit Kameras, die mehrere Personen in einem speziellen Sicherheitsraum über zahlreiche Monitore überwachen, gewährleistet. Einmal im Jahr wird mit großem Aufwand ein Probealarm durchgeführt. Die Probe ist wichtig, damit jeder im Ernstfall weiß, was zu tun ist. "Das ist ja so ähnlich wie beim Probealarm in unserer Schule", bemerkt Schülerin Tugba Göcer.

Im 22. Stock erfahren die Reporter, dass sich 2250 Fenster des Turmes etwa 15 Zentimeter weit öffnen lassen. Er war der erste Turm in Frankfurt, bei dem dies ermöglicht wurde. Nicht nur von oben gibt es allerhand zu entdecken. Unten im Eingang ist die so genannte "Frankfurter Treppe" von Stephan Huber zu sehen. Das ist ein riesiges Mosaik aus rund zwei Millionen Steinen, das Frankfurter Persönlichkeiten zeigt. Die Mädchen und Jungen der Klasse 4c sind sich einig: "Der Main Tower ist einen Besuch wert."

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