Höhenangst darf man nicht haben

Einmal einen Blick in die Hallen der Lufthansa werfen, in denen die Triebwerke für die Reparatur komplett auseinandergebaut werden, davon träumt so mancher Flugzeugliebhaber. Die Klasse 4c der Peter-Härtling-Schule aus Friedrichsdorf durfte in den Hochsicherheitsbereich.
Frankfurt. 

Wir wurden von Dagobert Trabant empfangen. Der 49-Jährige arbeitet zurzeit mit seinem Kollegen Heiko Bleckmann an einem Triebwerk einer Boeing 747. «Bis zu drei Menschen arbeiten an einem Triebwerk», erklärt uns Dagobert Trabant. Triebwerke werden ausschließlich von Menschen gebaut und auch überprüft.

Hier in der Halle stehen die Triebwerke bis zu zehn Wochen, sie werden gewartet, gecheckt, repariert und wieder für ihre nächsten Flüge vorbereitet. Ein Triebwerk hat die Größe eines Wohnwagens. «Wenn man hier arbeitet, darf man keine Höhenangst haben», meint der Triebwerkmechaniker. «Manchmal muss man hoch hinaus, auf 2,30 Meter.»

Außerdem muss man sehr gut Englisch können, denn die 5000 Bauteile eines Triebwerks werden mit englischen Begriffen bezeichnet. Trabant arbeitet seit 24 Jahren für die Lufthansa-Technik. Die Arbeit als Triebwerkmechaniker ist nicht einfach. Es geht um einen großen Themenkomplex. Die Mitarbeiter müssen belastbar sein. «Wenn man einen Fehler macht, kann ein Flugzeug abstürzen.»

100 Mitarbeiter

In einem Jahr laufen ungefähr 250 Triebwerke durch die Halle der Lufthansa-Technik. Die 100 Mitarbeiter in der Werkstatt überprüfen sie und reparieren bei Bedarf. Die Mitarbeiter arbeiten vorbeugend, ein Triebwerk darf nie in einem Flugzeug kaputtgehen. Jedes Triebwerk wird nach rund 1600 Flugstunden überprüft. «Es ist wichtig, sich immer weiterzubilden», erklärt uns Dagobert Trabant, «die Technik bleibt nicht stehen.» Ein Triebwerk erzeugt auch Strom für die Versorgung des Flugzeugs.

Es verbraucht in einer Sekunde so viel Luft wie in unserem Klassenzimmer ist.

Cedric, Henrik, Monika und Janina, unter der Leitung von Klassenlehrerin Julia Stenner

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