Interview: Das Labyrinth wird genau nach Plan angelegt

Hünfelden. 

Warum konnte denn Ihr Sohn heute nicht kommen?

Mein Sohn wurde heute Nacht Vater und ist bei seiner Familie im Krankenhaus. Dafür dürft ihr aber mich fragen.

Wie bekommt man die Wege in das Maislabyrinth?

Zuerst wird ein Motiv auf einem Reißbrett gezeichnet und in Quadrate eingeteilt. Dann wird der Mais ganz normal eingesät und wachsen gelassen. Nachträglich werden die Wege per Hand mit einer Machete hineingeschlagen. Dafür werden nach Plan mit weißen Bändern Quadrate auf die Maispflanzen aufgelegt oder mit Kalk Wege aufgestreut und die Wege eingeschlagen.

Wie kamen Sie auf die Idee, ein Maislabyrinth anzulegen?

Unser Sohn hat eine künstlerische Ader, eigentlich ist er Architekt, aber die Landwirtschaft liegt ihm im Blut. Seine Großeltern waren Landwirte (beiderseits). Schon immer haben Menschen Spass an Irrgärten und Labyrinthen gehabt. Außerdem können wir den Mais nach der Ernte im November als Futterpflanze weiterverwenden.

Wo ist die ursprüngliche Heimat vom Mais?

Mais ist eine der ältesten Kulturpflanzen. Er ist vor über 5000 Jahren in Mittel- und Südamerika aus Wildformen gezüchtet. Nach Europa gelangte der Mais Anfang des 15. Jahrhunderts durch die Spanier als Zierpflanze. Erst im 17. Jahrhundert wurde er als Getreide angebaut.

Was kann man alles aus Mais machen?

Das kommt ganz auf die Sorte an. Mais ist sehr vielseitig. Hauptsächlich wird Futtermais für Mastschweine und Kühe angebaut. Man gewinnt aber auch Maismehl, Grieß, Maisflocken, Maiskeimöl, Popkorn oder Haustiernahrung.

Wusstet ihr, dass aus Maisstärke sogar kompostierbare Verpackungsmaterialien, Tragetaschen, Müllbeutel und sogar Einweggeschirr gemacht wird? Auch für die Herstellung von synthetischem Gummi oder von Kunstfasern verwendet man Maisstärke.

Uns schmeckt Popcorn am besten!

Das Interview mit Irmtraud Heckelmann führten: Anna Todaro, Joel Jessen, Elias Konhäuser, Malik Baylan, Giuliana Coman, Cara Fassbender, Yosri Souissi

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