Neue Wassertiere für die Lahn

Die Klasse 4b der Regenbogenschule Erbach berichtet von der Fischaufzuchtanlage der IG Lahn in Aumenau.
Villmar-Aumenau. 

Die Fischaufzuchtanlage befindet sich in der Leistenbachstraße, auf einer großen Wiese. Hier ist es sumpfig und nass. Es gibt Hecken und Büsche, die den Platz gut schützen. Eine kleine Holzhütte steht mitten auf der Wiese und davor stehen acht große Becken.

Man erreicht die Fischaufzuchtanlage, in dem man über einen kleinen Steg läuft. Unter diesem Steg fließt der Leistenbach. Er kommt aus Langhecke und bringt sehr sauberes Wasser mit.

In der Holzhütte gibt es viel zu entdecken. Der Brutkasten mit den vielen Schubladen fällt uns gleich auf. An der Wand und an der Decke hängen Netze. Seltene Muscheln sind zu sehen und Wasserproben stehen auf einem Tisch. Schautafeln zeigen uns, welche Fische es in der Lahn gibt und welche Entwicklungsstufen der Lachs, der König der Fische, durchläuft.

Besonders hat uns die «Löffelwaage» begeistert. Das ist ein Gerät zum Wiegen der Fische. Gleichzeitig wird dann auch die benötigte Futtermenge bestimmt. Das hat uns alles Winfried Klein gezeigt.

Tote Fische in der Lahn

Winfried Klein ist der Vorsitzende der IG Lahn (Interessengemeinschaft für Gewässer und Naturschutz,Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen). Zur IG Lahn ist es so gekommen: Winfried Klein hat als Kind in der Lahn schwimmen gelernt. Eines Tages, als er als Erwachsener wieder in der Lahn schwimmen wollte, war der Fluss sehr schmutzig, und viele tote Fische wurden an Land geschwemmt. Da beschloss er, sich für die Lahn und ihre Lebewesen einzusetzen. Bis heute ist er sehr aktiv dabei. Neben vielen Projekten, wie der Wiederansiedelung von Fischen (Nasen und Elritzen) und Muscheln (Bachmuschel und die fast schon ausgestorbene Flussperlmuschel), arbeitet Winfried Klein in besonderer Weise an der Aufzucht von Lachsen. Hier sind er und seiner Helfer sehr erfolgreich. Inzwischen sind diese Fische wieder in der Lahn und ihren Nebengewässern heimisch.

Schwimmender Wanderer

Der Lachs ist ein Wanderfisch, der aber seinen Geburtsfluss immer wieder findet. Er kann ihn scheinbar schon im Meer riechen.

Er kann bis nach Grönland schwimmen und legt dafür eine riesige Reise zurück. Das sind zirka 4000 Kilometer. Er durchquert dabei Süß- und Salzwasserzonen.

Der Lachs bekommt sein rosarotes Fleisch, weil auf der Reise viele Flusskrebse frisst, deren Panzer Karotin enthält. Ist er in seinem Laichgebiet angekommen, gräbt er eine fünf bis zehn Zentimeter große Laichgrube in den Kies. Darin legt er seine Eier ab. Beim Graben kann sich der Fisch verletzen. Er «verpilzt» dann und ist in wenigen Tagen tot.

Streng geschützt

Pro Kilogramm Körpergewicht legt das Lachsweibchen zirka 1500 Eier. Babylachse sind sehr leicht: Zehn Stück wiegen zirka ein Gramm. Das Lachsweibchen kann bis zu 50 Kilogramm schwer werden. Männchen sind etwas leichter. Die Lebenserwartung von Lachsen beträgt fünf bis 20 Jahre.

Auf seinen langen Reisen nutzt der Lachs Fischtreppen. Er kann sehr hoch springen, ungefähr 2,50 Meter. Das ist sehr hoch für seine Größe. Leider bekommt der Lachs nur einmal Zähne, sie wachsen also nicht mehr nach. Lachse sind in allen Rheinanliegerländern streng geschützt und dürfen nicht gefangen werden. Die IG Lahn hat aber eine Sondergenehmigung in der Lahn, bei Lahnstein, Rückkehrer zur künstlichen Vermehrung mit einem Elektrofischfanggerät zu fangen. Dabei werden die Fische mit Nelkenöl betäubt.

Winfried Klein hat uns mit seinen Informationen und spannenden Berichten über die Wassertiere sehr begeistert. Wir hoffen, dass auch Sie die Fischaufzuchtanlage in Aumenau einmal besuchen kommen.

Autoren: Ömer Akcüt, Lea Becker, Jan Bermbach, Calvin Blick, Merlin Burbach, Theresa Dahms, Tamara Eckrich, Jeremy Fischer, Tiffany Fischer, Gianluca Herborn, Noah Jegelka, Esra Kandas, Eridon Kqiku, Cassandra Joy Lebrecht, Carla Litzinger, Dogukan Öcek, Esra Öner, Elena Schröder, Samira Springer, Jennifer Weigl, Hanna Werner

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