Projekt ZING: Potz Blitz – Der Wetterpark in Offenbach

Die Klasse 4a aus Niederhadamar erobert im Rahmen des Projekts Zeitung in der Grundschule (ZING) den Wetterpark in Offenbach und stellt fest, dass es rund um das Wetter viel zu entdecken gibt.
Waltraud Bütof zeigt die Stelle, an der der Blitzkanal zu sehen ist. Waltraud Bütof zeigt die Stelle, an der der Blitzkanal zu sehen ist.
Hadamar. 

Vier Dinge braucht man für ein Wetter: eine Sonne, eine Erde, Wasser und Wind. Daraus können die tollsten Sachen entstehen: heiße Sommertage, gespenstige Nebel, dunkle Gewitter, kleine Schneeflocken, die schönsten Regenbogen und sogar Tornados. Spannend, oder?

Aber der Reihe nach: Überall in Deutschland wird das Wetter vom Deutschen Wetterdienst (DWD) beobachtet. Dafür gibt es viele Wetterstationen. Die Klasse 4a der Grundschule Niederhadamar ist an diesem Tag zu Gast in einer dieser Wetterstationen. Und die liegt nicht irgendwo, sondern in der "Wetterstadt Offenbach", wie Waltraud Bütof den neugierigen ZING-Reportern gleich zu Beginn erklärt.

Sie ist eine echte Wetterexpertin und hat einen aufregenden Beruf: Waltraud Bütof ist Wetterbeobachterin am Frankfurter Flughafen. Außerdem arbeitet sie auch im Wetterpark Offenbach und erklärt der Klasse 4a direkt, was hier in einem Messgarten so alles gemessen wird: Temperatur, Luftdruck, Windgeschwindigkeit und Windrichtung, Wolkenhöhe und Luftfeuchte kann man auf einer elektronischen Anzeigentafel ablesen. Neben den verschiedenen Messgeräten wie Windsack oder Anemometer (Windmessgerät) gibt es im Wetterpark auch jede Menge interessante Ausstellungsstücke zu sehen: Der Blitzbaum der Gewitterstation beispielsweise ist ein Baum, in den der Blitz eingeschlagen hat. Waltraud Bütof zeigt den Kindern den fingerdicken Blitzkanal und erklärt, wie ein Gewitter entsteht: Wenn viel feucht-warme Luft nach oben steigt und auf Kaltluft trifft, wachsen bis zu 13 Kilometer hohe Gewitterwolken. Die darin entstehende elektrische Ladung entlädt sich dann plötzlich als Blitz und Donner.

Blitz und Donner

Waltraud Bütof erklärt, dass viele Leute denken, dass zuerst der Blitz und dann der Donner entsteht, aber das wissen die Kinder der 4a schon längst besser. "Das scheint nur so, weil das Licht dreimal so schnell ist wie der Schall", weiß ein ZING-Reporter direkt zu sagen. Und auch die Formel zur Berechnung, wie weit ein Gewitter entfernt ist, können die Kinder zusammen mit Waltraud Bütof klären: Zählt man die Sekunden, die zwischen Blitz und Donner vergehen und teilt diese Zahl durch drei, dann weiß man, wie viele Kilometer das Gewitter noch entfernt ist.

Luft ist ganz schön schwer

An der Station "Luft" dürfen die Schüler dann selbst Luftmoleküle spielen. In einem drei mal drei mal drei Meter großen Würfel sitzen sie ganz eng zusammen und erfahren, dass Luftdruck bedeutet, wie schwer die Luft ist und dass dieses Gewicht auf unseren Schultern lastet, obwohl wir es nicht bemerken. Die Luft im Würfel des Wetterparks wiegt 27 Kilogramm. Wie schwer das ist, dürfen alle dann auch direkt ausprobieren und einen kleinen Metallwürfel mit diesem Gewicht hochheben. Dabei stellen die Kinder fest: Luft ist ganz schön schwer!

Zum Abschluss werden die Schüler-Reporter dann selbst zu Wetterexperten und führen Experimente mit den Namen "Luftballonwaage", "Nebelflasche". "Luftsack" oder "gefangenes Wasser" durch.

Am Ende eines aufregenden Tages steht noch der Aufstieg auf den Aussichtsturm an, bevor es mit vielen neuen Eindrücken Richtung "Mannebach" geht. Und so mancher sieht das tägliche Wetter jetzt mit anderen Augen.

Autoren: Birhat, Max, Luca B., Ipek, Inga, Dilber, Luca H., Jonas, Hannah Maria, Anita, Fares, Annalena, Alwina, Bennet, Sara, Jona-Lee, Hannah. Lehrerinnen: Silke Lanzendörfer und Katja Lucchesi.

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