Schnipp, schnapp und das "s" ist weg

Endlich stehen alle vor dem großen Rundfunkgebäude in der Bertramstraße 8 in Frankfurt. Es sieht modern aus, mit viel Glas und wirkt einladend.
Frankfurt. 

Zwei Mitarbeiterinnen vom Besucherdienst empfangen uns freundlich und informieren uns über den hr. Den Hessischen Rundfunk gibt es schon seit 1949. Dort sind ungefähr 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Nicht alle davon sind fest angestellt, sondern es gibt auch viele freie Mitarbeiter.

Sechs Programme

Der Hessische Rundfunk strahlt insgesamt sechs Radioprogramme aus, fünf davon werden aus Frankfurt gesendet: hr1 ist für Menschen, die so alt sind wie unsere Eltern, bringt viele Nachrichten und auch Popmusik. hr2-kultur ist der Kultur- und Klassiksender und bringt auch besondere Sendungen für Kinder. hr3 und YOU FM sind für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. hr-iNFO bringt Nachrichten aus aller Welt. hr4 wird von Senioren gehört, sendet deutsche Schlager und Volksmusik und kommt aus Kassel.

In einem der hr3-Studios lernen wir dann auch die Radiomoderatoren Martina Regel und Jens Schulenburg kennen. Sie erzählen uns von ihrer Arbeit. Um Radiomoderator zu werden, muss man keinen be- sonderen Beruf gelernt haben. Wichtig ist nur, dass man gut sprechen kann, eine angenehme Stimme hat und eine gute Allgemeinbildung besitzt, erzählen die Zwei. Beiden Moderatoren macht ihre Arbeit großen Spaß, und sie sprechen besonders gerne mit Zuhörern in einer Livesendung. Martina Regel verrät uns sogar, dass der Ausdruck „Bad Homburger Kreuz“ für sie besonders schwer auszusprechen ist.

Drei Monitore

Mitten im Frankfurter Studio steht ein großer Schreibtisch mit drei großen Monitoren. Ein Bildschirm ist blau und hat ein Telefon mit Touchscreen, in der Mitte sehen die Moderatoren den „Fahrplan“, also den Ablauf der Sendung und ein Schnittprogramm. Auf dem rechten Monitor kann man die Jingles abrufen. Das sind vorproduzierte Einspielungen, wie zum Beispiel „Nur das Beste aus Pop und Rock, hr3!“.

Die Moderatoren achten auch darauf, dass die Musik- und die Textbeiträge ungefähr gleich laut sind. Sie bereiten sich drei Stunden lang auf eine Sendung vor, sind drei Stunden in der Live-Sendung und bereiten sie dann wieder nach. Sie arbeiten auch zu Hause und lesen regelmäßig die Zeitung, damit sie immer wissen, was auf der Welt so los ist.

Die Redakteurin Stefanie Hatz zeigt uns, wie man eine Umfrage durchführt. Wir sprechen unsere Namen, unser Alter und die Namen unserer Lieblingstiere in ein Mikrofon. Das Mikrofon ist mit einem Aufnahmegerät verbunden. Direkt danach hören sich alle die Aufnahme an und sind sich einig: Das war noch nicht perfekt. Man hört ein Lachen, ein Husten und viele andere Nebengeräusche. Die ganze Aufnahme ist zwei Minuten und 56 Sekunden lang.

Stefanie Hatz zeigt uns an einem Computer, wie man die unerwünschten Geräusche mit einem Schneideprogramm aus der Tonspur herausschneidet. Als sie fertig ist, hören wir die fertige Umfrage, die jetzt nur noch 56 Sekunden lang ist.

Eine alte M 15

Neben dem modernen Computer steht eine alte Schneidemaschine, die „M 15“. Damit wurden früher die Tonbänder bearbeitet. Man schnitt mit einer Schere die störenden Stellen direkt aus dem Band und klebte die beiden Enden mit einer Art Tesafilm wieder zusammen. Alle machen große Augen, als Stefanie Hatz vom Namen Nils das „s“ wegschneidet und es dann wieder einfügt.

Am Ende unseres Besuchs bittet uns die hr-Reporterin Elke Ottenschläger, die einige schon aus dem Radio kennen, eine Umfrage mit uns machen zu dürfen. Die Frage, die sie an uns stellt, ist: „Wie bringt ihr eure Eltern so richtig auf die Palme?“ Dazu fällt natürlich jedem Kind ganz schnell eine Antwort ein! Vier Tage später können wir uns selbst im Radio hören – nämlich in der Kindersendung „Domino – Lauschinsel“. Das ist für viele ein ganz besonderes Erlebnis, denn nicht jeder kann sich selbst im Radio hören.

Klasse 4d unter der Leitung von Christine Laux und Carsten Aumüller

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