Steinreich für einen Moment

Die Kinder der Klasse 4 der Grundschule Thalheim erfuhren bei einer Betriebsbesichtigung im Basaltwerk in Elbgrund viel Spannendes und Wissenswertes über die Erdgeschichte und den Basaltabbau.
Die Kinder vor dem Brecher im Basaltwerk in Elbgrund. Gegen das schlechte Wetter waren viele Kinder mit Gummistiefeln gerüstet. Fotos: Klasse 4 Bilder > Die Kinder vor dem Brecher im Basaltwerk in Elbgrund. Gegen das schlechte Wetter waren viele Kinder mit Gummistiefeln gerüstet. Fotos: Klasse 4
Elbgrund. 

An diesem Tag haben wir 17 Kinder der Klasse 4 der Grundschule Thalheim die Möglichkeit, uns im Rahmen des Projektes Zeitung in der Grundschule für einen Moment lang steinreich zu fühlen.

Gemeinsam mit Klaus Horneck, dem Geschäftsführer des Basaltwerkes, erkunden wir den Ort, an dem seit nun mehr als 60 Jahren Basalt abgebaut wird. Hierbei gibt es viel Spannendes zu entdecken und zu erfahren.

Steinalt und kaum kleinzukriegen

Vor mehr als 20 Millionen Jahren entstehen im heutigen Steinbruch von Elbgrund durch die Bewegungen der Erdschichten die Basaltschichten. Klaus Horneck erklärt uns, dass hier früher das flüssige Erdmagma wie bei einem Vulkanausbruch aus der Erde geflossen ist. Es erstarrte und mit der Zeit lagerten sich immer neue Erdschichten darauf ab. Die erkaltete Magma bildet den Basaltstein.

Dieser wird hier abgebaut. Damit er wieder an die Erdoberfläche kommt, müssen riesige Gruben gegraben werden. Aber mit einem einfachen Hammer kann man den Basalt dann nicht aus der Grube schlagen. Dafür müssen tiefe Löcher in die Erde gebohrt werden. In denen explodieren dann jede Menge Sprengladungen.

So schwer wie zehn Elefanten

Die Steinbrocken, die dabei aus der Wand fallen, werden mit einem riesigen Hitachi Bagger auf zwei riesige Muldenkipper geladen. Die sind so groß, dass wir uns davor richtig winzig vorkommen. Die Riesenlaster können jeder bis zu 45 Tonnen Steine auf einmal transportieren. Das ist ungefähr so viel wie zehn große afrikanische Elefanten zusammen wiegen.

Mit den großen Basaltbrocken füttern die beiden großen Laster einen riesigen Nussknacker. Diese Maschine heißt Vorbrecher, aber sie funktioniert wie ein typischer Nussknacker und zerquetscht die großen Brocken. Über viele Förderbänder rutschen die kleineren Brocken in ein Silo und von dort in den Nachbrecher. Der heißt Kreiselbrecher, weil er wie eine alte Kaffeemühle funktioniert.

Weiter kommen die Steine auf ein Förderband und werden über viele verschieden große Siebmaschinen abgesiebt, nach Größe sortiert und auf riesigen Steinhaufen zwischengelagert. Hiervor haben wir uns wirklich steinreich gefühlt.

Vom Steinbruch in Elbgrund aus werden die verschiedenen Basaltsteine mit 40 Lastern in die Region und sogar mit dem Schiff in fast die ganze Welt geliefert.

Obwohl es an diesem Tag fast nur regnet und wir anschließend, trotz Gummistiefel, schön schmutzig sind, hat uns die Betriebsbesichtigung sehr gut gefallen. Klaus Horneck schenkt uns zum Schluss sogar jedem noch einen Schmitt-Basalt Beutel mit etwas zu Trinken und ein paar Süßigkeiten drin. Die hat er unter einem Bagger versteckt. Dazu gibt es für jeden noch eine Laugenstange, die wir alle gleich essen. Vielen Dank, Herr Horneck, für diesen interessanten Tag.

Autoren: Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4 aus der Grundschule in Thalheim

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