Tolle Attraktion: Das Museum für Weltkulturen

Etwas versteckt am Schaumainkai in einer alten Villa befindet sich ein interessantes Museum: das Museum der Weltkulturen. Die Schüler der Klasse 4b der Ludwig-Richter-Schule waren dort.
Frankfurt. 

Das Museum befindet sich auf drei Etagen. In den ersten beiden sind die Ausstellungsräume. Das dritte Stockwerk ist die sogenannte Kinderetage. Museumspädagogin Nina Weich erklärt, dass im Moment etwa 98 Ausstellungsstücke gezeigt werden. Doch es gibt noch viel mehr. In verschiedenen Lagern liegen insgesamt ungefähr 67 000 Exponate. Das größte Lager befindet sich in der Borsigallee.

Jedes Jahr gibt es eine neue Ausstellung. Bemerkenswert ist, dass das Museum früher ein Gesellschaftshaus war, in dem man sich traf und feierte. Erst 1904 wurde, von einem ziemlich neugierigen Mann namens Bernhard Hagen, das Museum gegründet. Dieser Herr war Handelsreisender und brachte Gegenstände aus aller Welt mit.

Es gibt Ausstellungsstücke die nach Schätzung von Experten über eine Million Euro wert und bis zu 1000 Jahre alt sind. Die Ausstellungsstücke kommen aus verschiedenen Kulturen, ausgenommen Europa. Derzeit können Stücke aus: Afrika (lila Bereich), Amerika (grün), Südostasien (rot), Ostasien (gelb) und Ozeanien (orange) bewundert werden. Die einzelnen Kontinente haben im Museum verschiedene Farben, damit man sie sofort erkennen kann.

Die Führung von Nina Weich beginnt. Sie arbeitet seit zehn Jahren im Museum, findet die Atmosphäre sehr gut und alle 30 Mitarbeiter sehr nett. Drei Meter von der Kasse entfernt findet man das erste Ausstellungsstück, die Darstellung eines Urahnen auf einem sehr großen langen Pferd, dessen Beine früher viel länger waren, weil sie als Türrahmen dienten. Im rechten Raum ist ein Hut besonders interessant. Er hat einen Durchmesser von 51 Zentimetern und ist 23 Zentimeter hoch. Der Hut besteht aus Bambus und Rattan. Oben drauf sind Fischschuppen, die zum Teil grün eingefärbt wurden und sehr hart sind. Er ist etwa 120 Jahre alt und stammt aus Indonesien. Dort her kommt auch der Grabpfosten, der aus Holz besteht und wie ein Schiff aussieht. Das ist ein Hinweis auf den Beruf des Verstorbenen, der Schiffer war.

Im nächsten Raum befindet sich ein Kleid aus Seide und mit echten Goldfäden verziert. Solche Kleider trugen Tänzerinnen, wenn sie bei einem Fürsten vortanzten. Die Ärmel sind sehr lang, weil sie die Handflächen bedecken sollten. Sehr imponierend sieht auch der Elefantenstoßzahn aus, der nicht allein durch seine Größe beeindruckt, sondern durch die vielen kleinen Schnitzereien. Er stammt aus Nigeria im Königreich Benin und ist 200 Jahre alt.

Auch der Buddha aus China ist 200 Jahre alt, das Holz aus dem er entstand sogar bereits 300 Jahre. Innen ist er hohl, darin wurden früher Pergamente versteckt. Sehr selten ist die Armhaltung. Tipp: Unbedingt ansehen, ist einmalig!

Vieles mehr, was man sonst nicht zu sehen bekommt, wird hier gezeigt. Zum Beispiel ein Spaten aus Neuseeland, eine grün glitzernde Maske, deren Glitzerteile von Käfern stammen. Besonders erscheint eine Tasche. Sie ist sehr groß, damit Frauen darin Kartoffeln und Kinder tragen konnten. Für Männer gab es die gleiche Tasche in klein.

Dieses Museum kann einen magisch anziehen und ist einfach nur zu empfehlen.

Dora Flatten, Kalina Lewicka, Jasmin Mensi, Esra Yildiz, Onur Aras, Benjamin Bittel, Mert Bozkir, Raheem Fatnani, Danijel Lukic, Norbert Palen, Leon Stanislawski, Mete Uzgisi, Kristian Wolff

Museum der Weltkulturen

Schaumainkai 29

Öffnungszeiten: Di. u. Do. – So. 10–17 Uhr; Mi. 10-20 Uhr. Internet: www.mdw-frankfurt.de

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