Volle Fahrt für Sauberkeit

Der Frankfurter Flughafen ist wie eine große Stadt. Polizei, Zoll und Sicherheitsleute sind vorhanden, und es gibt Krankenhäuser, Geschäfte und verschiedene Bars und Restaurants. Neben Taxen, Bussen und Bahnhöfen gibt es viele Straßen und Ampeln. Auch Ingenieure und Architekten sind Teil der Flughafenstadt. Nur einen Bürgermeister gibt es nicht.
Frankfurt. 

Täglich kommen und gehen 160 000 Passagiere am Frankfurter Flughafen. Damit sich die Paxe, wie die Passagiere in der Flughafensprache heißen, wohlfühlen und einen sauberen Flughafen vorfinden, leistet die Firma GCS (Gesellschaft für Cleaning Services) ganze Arbeit.

Die Böden des Flughafens sind größtenteils Steinböden, die eine besondere Pflege benötigen. Zum Säubern werden Reinigungsmaschinen eingesetzt, von denen die GCS etwa 30 Stück besitzt. Die kleinere Maschine kostet über 20 000 Euro und die größere etwa 50 000 Euro.

Die Maschinen müssen etwa alle vier bis fünf Jahre erneuert werden. 18 Batterien treiben die kleine Maschine an. Damit kann man etwa sechs Stunden lang mit einer Höchstgeschwindigkeit von fünf Kilometern pro Stunde fahren. Danach müssen die Batterien etwa acht bis zehn Stunden geladen werden. Das Gerät kann vorwärts und rückwärts fahren und ist sehr wendig. „Zum Fahren braucht man keinen speziellen Führerschein, zwei Tage Übung genügen“, erklären Cihan Tekin und Isik Hakan, zwei Mitarbeiter der GCS.

Man muss Platz nehmen, den Schlüssel im Zündschloss drehen, auf den grünen Knopf drücken, mit einem Hebel die Wassermenge einstellen und vorsichtig losfahren. Das orangefarbene Warnlicht hinter dem Fahrersitz muss während der Fahrt eingeschaltet sein.

In den 120 Liter fassenden Wassertank kommt ein spezielles Reinigungsmittel, das den Steinboden pflegt und ihn nicht rutschig macht. Das Wasser kommt unter der Maschine raus, und Bürsten schrubben den Dreck weg. Das schmutzige Wasser wird hinten wieder aufgesaugt und kommt in einen Schmutzwassertank. Am Ende kommt das Schmutzwasser aus Umweltgründen in einen speziellen Kanal im Keller des Flughafens. Tekin und Hakan fahren mit ihren Kollegen in drei Schichten auf den Reinigungsmaschinen über die Flughafenböden. Nur so schaffen sie es, in 24 Stunden den gesamten Flughafenboden einmal zu reinigen.

Julija Panic, Belkisa Dzankovic, Dilara Gürses, Vivian Krönert, Alice Kreß, Yousra El Gaadaoui, Noufayla Barighach, Siham Lakhlifa, Chaymae Adnane, Maribel Grunwald und Demetrio Cataldo

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