Was ist anders als bei den Christen?

Die Klasse 4b der Zentgrafenschule besuchte die Synagoge im Frankfurter Westend.
Esther Ellrodt-Freiman führte die Schüler durch die Synagoge. Esther Ellrodt-Freiman führte die Schüler durch die Synagoge.
Frankfurt. 

Als wir dort ankamen, sahen wir schon das Gebäude mit der großen Kuppel. Etwas ungewohnt waren die Polizisten, die die Synagoge bewachten, und die Sicherheitsvorschriften.

Der Brunnen: Im Vorhof der Synagoge steht ein Brunnen mit vielen Löwenköpfen. Der Löwe steht im Judentum für Tapferkeit und Mut. In den Stein des Brunnens ist Schilf eingeritzt. Das Schilf soll an die Mosesgeschichte erinnern. Flavia, Daniela, Jasmin, Baris

Regeln in der Synagoge: Jungen und Männer müssen in der Synagoge eine Kopfbedeckung, eine Kippa, tragen. Bei Frauen wird das lockerer genommen. Sie tragen Hüte, einen Schal oder eine moderne Perücke. Juden müssen dreimal am Tag beten: morgens, nachmittags und abends. Um gemeinsam zu beten, müssen immer zehn Männer zusammenkommen. Männer tragen beim Beten einen Gebetsschal. Solange der Thoravorhang geöffnet ist, bleibt man stehen.

Erik, Björn, Berker

Der große Gebetsraum: Im Gebetsraum steht in der Mitte ein Pult mit Mosaiksteinen. Oben auf der Empore, auf der sich auch eine große Orgel befindet, sitzen beim Gottesdienst die Frauen. Die große Kuppel besteht aus vielen Mosaiksteinen und vielen kleinen Davidsternen. An der Decke ist ein riesiger Kronleuchter befestigt. Hinter dem Altar an der Wand sind sechs Löwen aus Mosaiksteinen dargestellt. In der Mitte der Löwen ist ein Vorhang. Dahinter liegen die heiligen Thorarollen.

Henry, Nelly, Marko, Louis

Die heilige Thora: Die heilige Thora ist bei den Juden das heilige Buch. Darin stehen alle Gebote der Juden. Die Thora ist zu vergleichen mit der Bibel in der christlichen Religion. In der Synagoge hinter dem Vorhang liegt die heilige Thora. Man darf die Seiten der Thora nicht anfassen. Nur mit dem Zeigestock darf der Text gelesen werden. Eine Thora aufzuschreiben, dauert mindestens ein ganzes Jahr. Jeden Samstag gehen die Juden in die Synagoge und es wird aus der Thora gelesen. In der Thora gibt es 613 Gebote. Sie ist auf Hebräisch geschrieben und wird deshalb von rechts nach links gelesen.

Jason, Salvatore, Emil, Martell

Der Davidstern: Ein wichtiges Symbol der Juden ist der Davidstern. Er besteht aus zwei Dreiecken. Wer in der Synagoge nach Osten schaut, sieht einen Davidstern. Außerdem gibt es in der Synagoge einen siebenarmigen Leuchter, die Menora. Sie steht hinten rechts im Gebetsraum.

Melwin, Finn, Linus

Die Feste: Pessah – auch die Juden feiern Ostern. Dann backen sie in der Synagoge "Matzen". In dieser Zeit dürfen sie nur dieses ungesalzene Brot essen.

Bar Mitzwa – wenn ein Junge 13 Jahre alt ist, wird er Bar Mitzwa und das bedeutet "Sohn der Pflicht". Die Mädchen werden ein Jahr früher Bat Mitzwa.

Shabbat – das ist der Samstag. An diesem Tag sollen die Juden nicht arbeiten. Das kommt uns bekannt vor. Bei den Christen ist es der Sonntag.

Clara, Xenia, Leonie, Emilia

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