Werkstatt für große Fahrzeuge

Was passiert, wenn ein Fahrzeug nicht mehr will? Die Klasse 4a der Theobald-Ziegler-Schule versuchte dies in den Werkstätten der Fraport AG herauszufinden.
Luftsprünge machen die Schüler der Klasse 4a der Theobald-Ziegler-Schule vor dem großen Wagen der Feuerwehr.	Foto: Christes Luftsprünge machen die Schüler der Klasse 4a der Theobald-Ziegler-Schule vor dem großen Wagen der Feuerwehr. Foto: Christes
Frankfurt. 

Die Skyline ist eine Bahn am Frankfurter Flughafen, die die Terminals miteinander verbindet. Das Besondere an dieser Bahn ist, dass es sich eigentlich um einen computergesteuerten Bus handelt, der ohne Fahrer fährt. Die Skyline, ein Personen Transport System (PTS), funktioniert wie eine Achterbahn. Sie besitzt eine Führungsschiene, die sie lenkt und aus der sie ihren Strom erhält, 600 Volt.

Zwei Computer können die Bahn steuern. Wenn der Hauptcomputer ausfällt, springt der Ersatzcomputer ein. Die Bahn fährt in 20 Metern Höhe. Ihre maximale Geschwindigkeit beträgt 50 Stundenkilometer. Andreas Herz (50), stellvertretender Werkstattleiter von Bombardier, dem Hersteller der Skyline, zählte schon bis zu 100 Personen in einem einzigen Waggon.

Die Skyline gibt es seit 1994. Glücklicherweise gab es noch keinen Unfall. Aus Sicherheitsgründen dürfen Gepäckwagen nicht in die Waggons. Tiere können mitfahren, wenn sie angeleint oder in einem Transportkäfig sind. Sollte die Strecke vereist sein, gibt es ein Heizsystem, das die Strecke auftaut.

Die Skyline hat eine eigene Werkstatt, die ebenfalls in 20 Metern Höhe liegt. Die Werkstatt misst eine Fläche von rund 1800 Quadratmetern. Die Firma Bombardier liefert die Teile und repariert hier. Die Werkzeuge für die Reparaturen gehen von kleinen Schraubendrehern bis zu riesigen Schraubenschlüsseln, die drei bis vier Kilogramm wiegen.

In der Werkstatt brennen grüne und rote Warnleuchten. Wenn die rote Lampe brennt, wird das PTS mit Strom versorgt, leuchtet die grüne Lampe wird gerade kein Strom geleitet. 35 Leute arbeiten hier in verschiedenen Schichten rund um die Uhr.

Von Niklas Moos, Moritz Groht, Kimia Alai und Mavin Scholl

 

 

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In den Werkstätten des Flughafens werden auch Schlepper repariert, die push-back heißen. Das ist die Aufgabe von Robert Stammbach und seinen vier Kollegen. Er ist Kfz-Mechaniker. Schon seit 28 Jahren macht ihm die Arbeit hier viel Spaß. Er erklärt, dass Schlepper zwischen 450 und 1300 PS stark sind und ungefähr 65 Tonnen wiegen. Eine Reparatur dauert zwischen einem Tag und drei Wochen.

Von Anastasia Peshevska und Adina Deuse

 

 

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Die 6000 Quadratmeter große Werkstatt ist 30 Jahre alt. Es riecht nach Benzin und Öl. Sie ist in drei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil werden Feuerwehrfahrzeuge repariert, im zweiten Flugzeugschlepper und im dritten die Transportfahrzeuge. Unter den 180 Mitarbeitern sind viele Auszubildende. Die Werkstatt hat eigene Abschlepper, die kaputte Autos vom Vorfeld holen. Die Enteisungsfahrzeuge (N*ice) werden im Sommer gewartet.

Von: Luca Chalupny und Manuel Dols

 

 

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Jens Klug erklärt wie man den N*ice steuert. Sein Beruf ist Kfz-Mechatroniker. Der N*ice ist ein Flugzeugenteiser der 85 Grad heißes Wasser sprüht. Er ist ein Lkw. Wer den N*ice steuern will, muss in eine Kabine gehen und sie auf eine Höhe von 21 Metern hochfahren. Für den Airbus A 380 gibt es sogar einen N*ice, der aus 28 bis 31 Meter Höhe sprühen kann. Wenn das Wasser kocht, ist es sehr laut. In der Kabine gibt es Knöpfe, Hebel und Joysticks zum Lenken. Man kann von hier aus auch den Lkw steuern.

Von Serkan Pehlivan und Minh Le

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