Zwei Varianten für Südumgehung

Wann kommt die Südumgehung für Limburg? Wenn alles glatt läuft, könnte 2020 mit dem Bau begonnen werden. Das sagt Jürgen Dumeier von der Stadtverwaltung. Er leitet das Amt für Verkehrs- und Landschaftsplanung und koordiniert die Planungen. Aber das alles glatt läuft, ist nicht zu erwarten.

Wann kommt die Südumgehung für Limburg? Wenn alles glatt läuft, könnte 2020 mit dem Bau begonnen werden. Das sagt Jürgen Dumeier von der Stadtverwaltung. Er leitet das Amt für Verkehrs- und Landschaftsplanung und koordiniert die Planungen. Aber das alles glatt läuft, ist nicht zu erwarten.

Limburg/Diez. Die Südumgehung soll die Diezer Straße und damit die Limburger Innenstadt vom Verkehr entlasten. Außerdem soll sie ermöglichen, dass die rheinland-pfälzischen Gemeinden westlich von Limburg wie zum Beispiel Diez einen schnellen Anschluss an die A 3 und den ICE-Bahnhof bekommen. Die Aartalgemeinden südlich von Limburg sollen an die Südumgehung angeschlossen und ebenfalls mit Umgehungsstraßen vom Verkehr entlastet werden (siehe Info-Kasten rechts).

Dass alles glatt läuft mit der Südumgehung, ist allerdings nicht zu erwarten. Zum einen gibt es zwei aus Bürgerinitiativen hervorgegangene Vereine, die sich heftig gegen die Südumgehung wehren. Zum anderen gibt es den Bund, der die Umgehungsstraße finanzieren muss, weil es eine Bundesstraße wäre. Da die Südumgehung aber nur im «weiteren Bedarf» des Bundesverkehrswegeplans ist (die höchte Stufe ist der «vordringliche Bedarf»), müsste schon eine deutliche Verkehrsentlastung prognostiziert werden, die Finanzierung müsste sich im Rahmen halten, und das Baurecht müsste geschaffen werden können.

Für die Südumgehung kommen im Wesentlichen zwei Korridore in Frage – eine mitten durch Blumenrod (Variante 2), auf einem Streifen, der nicht bebaut werden durfte, und eine südlich von Blumenrod, die am Rand eines Vogelschutzgebiets (Variante 1a) verläuft (siehe Grafik unten). Die Stadt lässt beide Varianten auf eigene Kosten (insgesamt 400 000 Euro) prüfen. Eine Präferenz gebe es noch nicht, versichert Jürgen Dumeier.

Ein weiteres Problem ist das hohe Grundwasser in beiden angedachten Korridoren, was den Bau einer Umgehungsstraße aufwändiger und damit teurer machen würde. Derzeit läuft eine hydrogeologische Untersuchung. Dumeier betont, diese Untersuchung sei noch nicht abgeschlossen; bislang liege nur ein vorläufiges Ergebnis vor. Er rechnet mit einem abschließenden Gutachten bis zum Herbst 2011. Dann sei das Bundesverkehrsministerium an der Reihe. Nach fachlicher Abwägung kann sich der Bund für eine Präferenztrasse entscheiden – oder auch ablehnen, wenn ihm die Kosten als zu hoch und/oder die Verkehrsentlastung als zu gering erscheinen. Wichtig sei, eine «gerichtsfeste» Variante zu finden, sagt Jürgen Dumeier. 2012/2013 könne das Raumordnungsverfahren starten. Wenn es so kommt, wäre das ein Durchbruch für den Bau einer Südumgehung. Aber erst muss der Bund Ja sagen. dick

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