Mobiler Tiernotdienst: 24 Stunden im Einsatz für das Tier

Catalina Otto (34) hat vor rund zwei Jahren den „Mobilen Tiernotdienst 24“ ins Leben gerufen. Die mobile Praxis hat inzwischen eine Filiale in Köln und beschäftigt insgesamt neun Mitarbeiter. Die engagierte Ärztin gibt auf fnp.de Einblicke in ihre Arbeit.
Catalina Otto ist eine engagierte Tierschützerin. Foto: privat Catalina Otto ist eine engagierte Tierschützerin.
Frankfurt.                                  
Seit 2012 gibt es den Mobilen Tiernotdienst 24. Woher hatten Sie die Idee?

Die kam aus Berlin, wo ich mit zwei Kollegen einen Notdienst betrieben habe. Dann zog ich nach Bad Homburg und stellt dort den Mobilen Tiernotdienst auf die Beine.

Wie groß ist Ihr Einzugsgebiet?

Der Radius beträgt etwa 60 Kilometer im Umkreis von Frankfurt. Wenn jemand aber total verzweifelt anruft, fahren wir natürlich auch weiter. Im Wesentlichen ist es natürlich davon abhängig, wie ausgelastet wir sind.

Sie sind rund um die Uhr im Einsatz. Wie viele Mitarbeiter haben Sie?

Am Anfang war ich alleine, inzwischen sind es für Frankfurt fünf angestellte Tierärzte. In unserer Kölner Filiale sind wir zu viert.

Gibt es – abgesehen von Wochenenden und Feiertagen – „Spitzenzeiten“, zu denen der Mobile Tiernotdienst gerufen wird?

Ja, zwischen 18 Uhr und 1 Uhr morgens gehen bei uns die meisten Hilferufe ein.

Zu welcher Art Einsatz werden Sie am meisten gerufen?      
   

Am häufigsten sind Fälle, bei denen Blut im Spiel ist. Hat ein Tier etwa Durchfall, beunruhigt es den Besitzer noch nicht. Sobald aber Blut im Stuhl ist, wird sofort reagiert. Oder große Hunde, die vor Schmerzen nicht mehr aufstehen können. Da sind die Besitzer auch alarmiert. Wir werden aber auch angerufen, um sehr kranke Tiere einzuschläfern. Der Tierarzt hat bereits die Diagnostik erstellt  und wir werden gerufen, um die Tiere ohne unnötigen Stress in ihrer gewohnten Umgebung  von ihrem Leiden zu erlösen.

Das Logo des Mobilen Tiernotdienstes 24. Bild-Zoom Foto: (c) Mobiler Tiernkotdienst 24
Das Logo des Mobilen Tiernotdienstes 24.


Gibt es Tierarten, die Sie nicht behandeln?

Wir behandeln keine Großtiere wie Pferde, Kühe oder Ziegen, dafür kümmern wir uns umso besser um Hund, Katze, Maus, Kaninchen und andere Kleinnager. Bei Vögeln können wir nur begrenzt helfen.

Welche Kosten entstehen für die Besitzer?

Wir berechnen den normalen Kliniktarif zusätzlich Anfahrtsgebühr. Der übliche Kliniksatz beträgt den zweifachen Satz der tierärztlichen Gebührenordnung.                  
          
Was machen Tierbesitzer in Ihren Augen oft falsch, wo sehen Sie Verbesserungsbedarf?

Tierbesitzer warten oft zu lange ab, bis sie uns rufen. Ganz fatal ist das bei Kaninchen- und Meerschweinchenhaltung. Eine Nahrungsverweigerung – etwa, weil sie Zahnschmerzen haben – kann für die sie tödlich sein. Denn schon nach 24 Stunden ohne Futter kollabieren die Tiere und sterben.

In ihren Blogs auf fnp.de berichtet Catalina Otto über Tierthemen, die ihr am Herzen liegen.
 
 
 
 
 
 
 
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