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Auch Kerber verliert - Tennis-Damen vor Halbfinal-Aus

Das hatten sich die deutschen Tennis-Damen ganz anders erhofft. Zum Auftakt des Fed-Cup-Halbfinals gegen Tschechien verlieren Julia Görges und Angelique Kerber. Die Chancen, den ersten Finaleinzug seit vier Jahren doch noch zu schaffen, sind gering.
Auch Angelique Kerber verlor ihr erstes Einzel im Fed-Cup-Halbfinale gegen Tschechien. Bilder > Foto: Thomas Niedermüller Auch Angelique Kerber verlor ihr erstes Einzel im Fed-Cup-Halbfinale gegen Tschechien.
Stuttgart. 

Angelique Kerber klatschte enttäuscht mit Teamchef Jens Gerlach ab und verließ nach der bitteren Fed-Cup-Pleite schnell den Stuttgarter Center Court.

Am ernüchternden Eröffnungstag im Halbfinale gegen Tschechien verlor die ehemalige Nummer eins der Welt gegen die frühere US-Open-Finalistin Karolina Pliskova 5:7, 3:6 und verpasste den erhofften Ausgleich für die deutschen Tennis-Damen.

Mit 0:2 liegt die deutsche Auswahl von Teamchef Jens Gerlach gegen den Seriensieger vor dem entscheidenden Sonntag zurück und darf sich kaum noch Chancen auf den ersten Einzug ins Finale seit 2014 ausrechnen. „Es ist nicht das Ergebnis, das wir uns erhofft haben. Aber es ist noch nichts verloren, sagte Kerber. „Wer weiß, vielleicht ist morgen ein guter Tag. Es ist noch alles drin.”

Am Sonntag (11.00 Uhr/DAZN) soll die deutsche Nummer eins Görges gegen Pliskova die Aufholjagd beginnen. Der Gastgeber müsste beide Einzel und das abschließende Doppel gewinnen, um sich doch noch die Titelchance gegen Frankreich oder die USA am 10./11. November zu erhalten. Die Vergangenheit allerdings macht wenig Mut: Noch nie hat eine Damen-Auswahl des Deutschen Tennis Bunds in dem wichtigsten Nationen-Wettbewerb ein Duell nach einem solchen Rückstand gedreht. Und Tschechien mit seiner Weltklasse-Besetung dominierte in den vergangenen Jahren mit fünf Titeln seit 2011 den Fed Cup.

Im Endspiel von Prag waren die Deutschen vor vier Jahren gegen die starken Tschechinnen ohne Chance geblieben. Diesmal hatten sie sich durch das Heimspiel den entscheidenden Vorteil erhofft.

Doch auch Boris Becker brachte den deutschen Damen im ersten Heim-Halbfinale seit 1994 kein Glück. Neben der Verantwortlichen für die Damen, Barbara Rittner, fieberte der deutsche Herren-Chef mit, musste aber mit ansehen, wie weder Kerber noch Görges die Hoffnungen erfüllten. Im ersten Einzel musste sich die Weltranglisten-Elfte Görges der zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova überraschend klar 3:6, 2:6 geschlagen geben.

„Ich bin trotzdem stolz auf beide Mädels auch wenn das heute weg ging, und unter Umständen auch ein bisschen schnell. Wir müssen jetzt wieder aufstehen, Krone richten, weitermachen”, sagte Gerlach.

Vor 4500 Zuschauern in der ausverkauften Arena konnte Kerber den Druck nicht meistern. Die ehemalige Weltranglisten-Erste rackerte, ihre Kampfkraft reichte aber nicht. Die zweimalige Grand-Slam-Siegerin aus Kiel verlor gegen ihre Endspielgegnerin der US Open 2016 beim Stand von 5:6 bei eigenem Aufschlag die Nerven und gab den ersten Satz ab. Kerber ärgerte sich, enttäuscht schlug sie den Ball weg.

Nach 1:23 Stunden und dem dritten Matchball Pliskovas war die Partie entschieden. „Der Schlüssel war, dass sie in den wichtigen Punkten gut serviert hat”, sagte Kerber.

Görges begann gegen die Weltranglisten-Zehnte Kvitova zwar entschlossen und mit einem frühen Break zum 3:1, blieb aber insgesamt chancenlos. „Ich muss sagen, dass meine Gegnerin verdammt gut gespielt hat. Sie hat mir keine Zeit gegeben, mein Spiel aufzubauen”, sagte die Bad Oldesloerin und meinte: „Ich glaube, dass im Fed Cup alles möglich ist. Man darf die Hoffnung nicht schwinden lassen.”

(Von Kristina Puck, dpa)
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