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Auf dem Prüfstand: Hasenhüttl und RB brauchen Wende

Die Champions League ist außer Reichweite. Die Europa League ist aus eigener Kraft machbar. Dazu braucht Vizemeister RB Leipzig aber dringend die Wende. Trainer Hasenhüttl ebenfalls. Es geht um die Zukunft.
Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl ist nicht mehr unangefochten. Foto: Thomas Frey Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl ist nicht mehr unangefochten.
Leipzig. 

Weniger als zwei Wochen entscheiden über zwei Jahre Arbeit von Ralph Hasenhüttl - und damit auch über seine Zukunft beim derzeit schwer kriselnden deutschen Vizemeister RB Leipzig. Neuer Vertrag? Oder womöglich sogar ein vorzeitiges Ende? Auszuschließen ist wohl nichts.

Es kommt darauf an, wie sich Hasenhüttls Mannschaft nach vier Pleiten und einem Remis in den vergangenen fünf Spielen daheim in der Red Bull Arena gegen Abstiegskandidat VfL Wolfsburg schlägt und eine Woche später bei Hertha BSC.

Dort, wo der damalige Neuling der Fußball-Bundesliga vor rund einem Jahr den vorzeitigen Einzug in die Champions League perfekt gemacht hatte. Diesmal wird es höchstens die Europa League. „Es geht jetzt darum, dass wir Platz fünf oder sechs schaffen. Dafür müssen wir in den kommenden zwei Wochen noch einmal alles investieren”, fordert Sportdirektor Ralf Rangnick.

Im Winter hatte der 59-Jährige die Mannschaft nach einer Schwächephase noch öffentlich kritisiert. In der aktuellen schwersten sportlichen Krise seines großen Projektes hält sich Rangnick mit scharfen Worten zurück. „Es ist doch klar, dass wir jetzt alle gemeinsam schauen müssen, dass wir aus den letzten beiden Spielen noch vier, wenn es geht, sechs Punkte holen”, betont er.

Ob schon verwöhnt von der großen Bühne Champions League oder einfach nur an den bisherigen Grenzen des RB-Fußballs angekommen - das RB-Team wirkt verunsichert. Von einem Aufbäumen war beim 0:3 in Mainz nichts zu spüren. Anscheinend sei bei einigen Spielern die „Luft raus”, meint Hasenhüttl. Bemerkenswert. Immerhin geht es jetzt darum, wie diese zweite Bundesliga-Saison von RB in Erinnerung bleibt.

Die europäische Meisterklasse ist bei fünf Zählern Rückstand auf Rang vier bereits außer Reichweite. Und selbst die Europa-League-Teilnahme ist in Gefahr: Eintracht Frankfurt hat nur einen Punkt weniger (46), der VfB Stuttgart (45), Borussia Mönchengladbach (44) und auch noch die Hertha (43) dürfen sich Hoffnungen machen.

„Es liegt nicht am Trainer, sondern an uns Spielern, wir müssen Verantwortung übernehmen und unsere Aufgaben erfüllen”, sagt Torwart Peter Gulacsi, der 18 Gegentore in den vergangenen fünf Spielen kassierte. Es hapert aber nicht nur in der Defensive, in der in Marcel Halstenberg und Konrad Laimer seit Wochen wichtige Spieler verletzt fehlen und am Samstag gegen die Wolfsburger auch noch Kapitän Willi Orban gesperrt ist.

In der Offensive stimmt es auch nicht, dort fehlen Hasenhüttl neben dem verletzten Marcel Sabitzer die gesperrten Emil Forsberg und Naby Keita. Die Ideengeber. Für Mittelstürmerstar Timo Werner wird es dadurch nicht leichter, seine jüngste Liga-Bilanz ist ohnehin schon ernüchternd: nur ein Tor in den vergangenen 13 Meisterschaftsspielen. Zwei Partien bleiben ihm noch, wie dem Rest der spürbar angeschlagenen Mannschaft und ihrem Trainer.

(Von Jens Marx und Eric Dobias, dpa)
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