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Dopingskandal in Formel E: Montagny auf Kokain getestet

Er gibt es unumwunden zu: Rennfahrer Franck Montagny ist bei einem Doping-Test ein Kokain-Derivat nachgewiesen worden.
Formel-E-Pilot Franck Montagny wurde positiv auf Kokain getestet. Foto: How Hwee Young Formel-E-Pilot Franck Montagny wurde positiv auf Kokain getestet. Foto: How Hwee Young
Berlin. 

Die saubere Formel E hat einen Dopingskandal. Franck Montagny ist nach eigenen Angaben positiv auf ein Derivat des Rauschgiftes Kokain getestet worden.

„Ich habe keinen Zweifel an dem Ergebnis. Ich habe eine Dummheit begangen, ich bin schuldig”, sagte der Rennfahrer in einem Interview der französischen Sportzeitung „L'Équipe” am Neujahrstag.

Montagny verzichtete auf die Öffnung der B-Probe. Getestet wurde er bereits am 22. November, als in Malaysia das zweite Saisonrennen der ersten vollelektrischen und damit umweltbewussten Serie stattfand. „Seit dieser Kontrolle weiß ich es”, betonte Montagny. Auf einen Start beim dritten ePrix hatte er anschließend verzichtet - aus gesundheitlichen Gründen, wie er bei Twitter schrieb.

Bei der Premiere der Rennserie hatte der 36 Jahre alte Montagny vom Team Andretti den zweiten Platz in Peking belegt. In Malaysia war er nicht über Rang 15 hinausgekommen, nachdem er den Mönchengladbacher Nick Heidfeld nach neun von 31 Runden in die Mauer gedrängt hatte.

Vor der Reise nach Malaysia sei es ihm nicht gut gegangen, erklärte Montagny. Er habe aufhören wollen zu grübeln. Was er dann genau nahm, erzählte Montagny nicht. Als er den Kontrolleur gesehen habe, habe er gleich verstanden. Dann sei er zurückgeflogen und wollte zwei Tage nur allein sein. „Dann habe ich meine Eltern angerufen, um es ihnen zu erklären”, sagte Montagny in dem Interview. „Ich habe mich geschämt.”

Ob seine Motorsport-Karriere nun noch eine Zukunft hat, ist fraglich. 2006 hatte Montagny in der Formel 1 sieben Rennen für das damalige Super Aguri Team bestritten. Zwölfmal nahm er an den 24 Stunden von Le Mans teil. Nach zwei Formel-E-Rennen ist er nun erst einmal raus. Vor einigen Tagen habe er den Brief des Internationalen Automobilverbandes erhalten mit der Bestätigung der positiven Probe.

(dpa)
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