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HSV Hamburg nach Sieg über Kiel im CL-Finale

Der HSV Hamburg ist durch einen Sieg über Titelverteidiger THW Kiel zum ersten Mal ins Endspiel der Champions League eingezogen. Gegner im Finale ist Rekordsieger FC Barcelona, der Endrunden-Neuling Kielce ausschaltete.

Die Hamburger um Pascal Hens (M) setzten sich im CL-Halbfinale überraschend gegen Titelverteidiger THW Kiel durch. Foto: Marius Becker Die Hamburger um Pascal Hens (M) setzten sich im CL-Halbfinale überraschend gegen Titelverteidiger THW Kiel durch. Foto: Marius Becker
Köln. 

Aus der Traum vom Triple: Der HSV Hamburg hat den sieggewohnten THW Kiel im Halbfinale der Champions League gestoppt und dem Vorjahressieger den dritten Titelgewinn nach deutscher Meisterschaft und DHB-Pokal verbaut.

Angeführt vom elffachen Torschützen Domagoj Duvnjak demütigte der Bundesliga-Fünfte im Halbfinale des Final4-Turniers die Kieler mit 39:33 (19:16). Damit steht Hamburg erstmals im Finale der Handball-Champions-League und kann dort gegen den FC Barcelona eine durchwachsene Saison krönen.

Beide Teams begeisterten die 20 000 Zuschauer in der ausverkauften Kölner Lanxess Arena mit Tempo-Handball. Bester Torschütze für Kiel war Marko Vujin (10/4). «Ich bin sehr traurig und enttäuscht, dass wir es nicht geschafft haben, ins Finale zu kommen», gestand THW-Trainer Alfred Gislason. Im ersten Halbfinale reichten Barcelona starke zehn Minuten zum Schluss der Begegnung, um sich mit 28:25 (13:10) gegen den Final4-Debütanten KS Vive Targi Kielce aus Polen durchzusetzen. Siarhei Rutenka (8/5) für Barcelona und Manuel Strleck (4) für Kielce waren die besten Torschützen. «Barcelona hat genauso eine Monster-Mannschaft wir Kiel», sagte der achtfache Hamburger Torschütze Pascal Hens und fügte an: «Wir dürfen nicht zu euphorisch sein. Ich hoffe, dass es morgen auch so läuft und wir die Dinge reinschießen.»

Kiels Trainer Alfred Gislason wies im Vorfeld des Turniers die Favoritenrolle seines Teams ab. Nicht einmal für das Halbfinale gegen Hamburg wollte Gislason sein Team zum Favoriten ernennen. Dabei hatte der THW auf dem Weg zum 18. Meister-Titel die Hamburger in der Bundesliga zweimal bezwungen. «Es ist völlig offen. Wir werden an der Tagesleistung sehen, wer in das Finale kommt», meinte er.

Und da hielt die erste Halbzeit einige Überraschungen bereit. Analog zu den Bundesliga-Partien war der HSV zunächst die bessere Mannschaft. In der Partie zweier gleichwertiger Teams leistete sich der THW Kiel erstaunlich viele Fehler. Im Angriff verwarfen die Kieler Rückraum-Stars leichtfertig viele Bälle. Welthandballer Daniel Narcisse erwischte einen rabenschwarzen Tag und brachte zum Teil Anspiele auf kurze Distanz nicht zum Mitspieler.

Die Hamburger dagegen nutzten konsequent ihre Chancen. Angetrieben vom überragenden Spielmacher Duvnjak drehte der Bundesliga-Fünfte einen 9:10-Rückstand (15.) in eine 19:13-Führung (27.) und nahm noch einen 19:16-Vorteil mit in die Pause. Nach Wiederanpfiff bot sich das gleiche Bild: Hamburg verwarf nicht. Und die Kieler bremsten sich durch zu viele Fehler aus und trafen das Tor nicht. Beim 30:24 (46.) war das erste Champions-League-Finale für Hamburg besiegelt.

Im ersten Halbfinale dominierte der FC Barcelona dank seiner erstklassigen Abwehr und der Routine aus sieben Champions-League-Siegen. Gegen das vom Schweden Magnus Jernemyr organisierte Abwehrbollwerk fanden die Polen über weite Strecken keine Mittel. Zudem parierte Torhüter Arpad Sterbik zwei Siebenmeter.

Zwar hielt Außenseiter Kielce die Partie bis zum 17:17 (43.) offen, Doch wegen der anschließende Fehlerflut gerieten die Polen mit 20:26 (53.) ins Hintertreffen und müssen nun mit dem Spiel um Platz drei vorliebnehmen. «Das werden zwei traurige Gegner werden», sagte Kielces Trainer Bogdan Wenta. Er machte individuelle Fehler seiner Spieler für die Niederlage verantwortlich.

(Von Martin Kloth, dpa)
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