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Patzer im Vierer verhindert EM-Double von Friedrich

Ein Patzer beim Einsteigen in den engen Viererbob hat das EM-Double von Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich verhindert. Immerhin fuhr er im zweiten Lauf Bestzeit.
Die Fahrt von Francesco Friedrich endet auf dem dritten Rang. Foto: Yoan Valat Die Fahrt von Francesco Friedrich endet auf dem dritten Rang. Foto: Yoan Valat
La Plagne. 

Ein kapitaler Fehler beim Einsteigen seiner Crew in den Viererbob beraubte Francesco Friedrich aller Chancen auf sein erstes EM-Double.

Mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang konnte der frisch gekürte Zweierbob-Europameister in La Plagne zumindest noch auf Rang drei vorfahren. Gegen den am Start überragenden und in der Bahn fehlerfreien Letten Oskars Melbardis war er nach dem Patzer in dem gleichzeitig zum Weltcup zählenden Wettkampf aber chancenlos. Mit dem kleinen Schlitten hatte der Oberbärenburger den in beiden Disziplinen im Weltcup führenden Letten noch mit vier Hundertstelsekunden Vorsprung bezwungen.

„Uns ist da noch einmal ein Riesenlauf gelungen, wir sind deutlich Bestzeit gefahren im zweiten Lauf. Man sieht, es geht Woche für Woche vorwärts”, sagte Friedrich, der 0,52 Sekunden Rückstand auf Melbardis hatte. Zweiter wurde der Russe Alexander Kasjanow. Viererbob-Weltmeister Maximilian Arndt aus Oberhof kam mit fast einer Sekunde Rückstand und der nur zehnt- und achtbesten Startzeiten lediglich auf Rang fünf hinter dem Riesaer Nico Walther.

„Dabei hatte er mit Jan Speer und Kevin Korona zwei Topleute drauf. Allerdings bestritt Martin Putze nach seiner Verletzung erst sein zweites Rennen. Das Team ist sicher noch nicht in WM-Form”, meinte Cheftrainer Christoph Langen. Etwas enttäuscht verbuchte er die Startzeiten der Friedrich-Crew. „Eine 5,79 und 5,80 sind zu schwach, da kommen wir bei Melbardis nicht mit. Und schon gar nicht auf einer Starterbahn wie bei der WM in Winterberg”, stachelte Langen den Ehrgeiz des 24-jährigen Sachsen an.

Pilot Friedrich war jedoch schuldlos, als Martin Grothkopp beim Einsteigen hängenblieb und somit das 630 Kilogramm schwere Gefährt aus dem Gleichgewicht brachte. „Martin saß auf der Bremse, ich kam nicht an den Bremshebel”, meinte Thorsten Margis und rauschte mit seiner Crew mit voller Wucht in den Mattenstapel im Zielauslauf.

Auf der Autofahrt nach Innsbruck zur nächsten Weltcup-Station will das Team dennoch etwas feiern. Immerhin darf sich Weltmeister Friedrich jetzt auch Europameister nennen. EM-Debütant Nico Walther aus Riesa kam im Zweier mit Marko Hübenbecker auf Rang sieben, was in der EM-Wertung Rang sechs bedeutete. Mit der Starttagesbestzeit von 6,86 Sekunden überzeugte Johannes Lochner bei seiner EM-Premiere. Der Stuttgarter landete mit Joshua Bluhm als Gesamtneunter auf Rang sieben des EM-Klassements.

(Von Frank Kastner, dpa)
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