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Davis Cup Frankfurt Viertelfinale: Starkes Doppel gegen Spanien

Die deutschen Tennis-Herren sind nach einem tollen Sieg von Haas und Kohlschreiber am Samstag bereits vorzeitig für das Viertelfinale des Davis Cups qualifiziert.
Die deutsche Mannschaft mit Teamchef Carsten Arriens, Andre Begemann, Tommy Haas, Daniel Brands, Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer jubelt nach dem Sieg im Doppel über Spanien. Bilder > Foto: Arne Dedert (dpa) Die deutsche Mannschaft mit Teamchef Carsten Arriens, Andre Begemann, Tommy Haas, Daniel Brands, Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer jubelt nach dem Sieg im Doppel über Spanien.
Frankfurt. 

Von Streithähnen zu Matchwinnern: Tommy Haas und Philipp Kohlschreiber haben die deutschen Tennis-Herren ins Davis-Cup-Viertelfinale geführt. Die beiden Routiniers rangen bei ihrer Doppel-Premiere in Frankfurt am Main das spanische Weltklasse-Duo David Marrero und Fernando Verdasco mit 7:6 (7:5), 6:7 (9:11), 7:6 (9:7), 6:3 nieder und holten am Samstag damit den entscheidenden dritten Punkt für die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes.

Am Freitag hatten Kohlschreiber und Florian Mayer bereits ihre beiden Einzel für sich entschieden. Die beiden Partien an diesem Sonntag (13.00 Uhr/Sat.1 Gold) sind damit bedeutungslos. Im Viertelfinale muss die deutsche Mannschaft vom 4. bis 6. April in Frankreich antreten.

Großartige Teamleistung

«Das war eine großartige Teamleistung. Sie hat die Abläufe in der gesamten Woche widergespiegelt», sagte Teamchef Carsten Arriens erleichtert. Nach dem verwandelten Matchball lagen sich Haas und Kohlschreiber in den Armen. Von den Differenzen bei der Davis-Cup-Partie in Bamberg zwei Jahre zuvor war nichts mehr zu spüren. Auf der Tribüne fielen sich DTB-Präsident Karl-Georg Altenburg und Tennis-Legende Boris Becker um den Hals.

«Heute Abend wird erst einmal gefeiert», meinte Kohlschreiber. «Besser hätte es nicht laufen können. Ich bin sehr glücklich, dass ich dabei sein konnte», meinte Haas. «Wir sind alle froh, happy und auch schon ein bisschen angetrunken», räumte der gebürtige Hamburger ein.

Nur zu Beginn offenbarten Haas und Kohlschreiber noch einige Abstimmungsschwierigkeiten. Vor allem Haas tat sich zunächst schwer, seinen Rhythmus zu finden. Die Schulterverletzung, die ihn bei den Australian Open in der ersten Runde zur Aufgabe gezwungen hatte, schien den 35-Jährigen doch noch zu behindern.

Dickes Ausrufezeichen

Je länger das Match in der Frankfurter Ballsporthalle dauerte, desto mehr steigerte sich Haas, der letztmals 2012 für das deutsche Team gespielt hatte. Nach 56 Minuten sicherte sich das deutsche Duo den ersten Durchgang und setzte damit gegen die ATP-Weltmeister des vergangenen Jahres ein erstes dickes Ausrufezeichen.

Auch im zweiten Satz gaben sich alle vier Spieler bei ihren Aufschlägen keine Blöße. Die Entscheidung musste daher erneut im Tiebreak fallen, wo es richtig dramatisch wurde. Das deutsche Duo wehrte drei Satzbälle ab, konnte seinerseits aber ebenfalls zwei Chancen nicht nutzen, sich den zweiten Abschnitt zu sichern. Am Ende schafften die Iberer mit 11:9 den Satz-Ausgleich.

Die Gastgeber wirkten danach etwas angeschlagen - aber nur kurz. Beim Stand von 2:3 drohte Haas als erste Spieler der Partie seinen Aufschlag zu verlieren. Doch Verdasco und Marrero konnten die Gunst der Stunde nicht nutzen, es ging daher wieder in den Tiebreak. Hier hatten Kohlschreiber und Haas erneut die besseren Nerven und holten sich mit dem dritten Satzball den dritten Durchgang.

Der Weg ins Viertelfinale

Damit war der Weg ins Viertelfinale frei. Zum 3:1 gelang dem deutschen Doppel gegen Marrero das erste Break der Partie, danach waren Haas und Kohlschreiber nicht mehr aufzuhalten. Als Verdasco den Return nach Haas' Aufschlag ins Aus spielte, war es geschafft. Aus den Sorgenkindern des deutschen Tennis ist ein neues Traumduo geworden.

(dpa)
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