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Ukrainer bekommen zum Abschied einiges zu hören

M. Fomenko Foto: imago sportfotodienst (imago sportfotodienst) M. Fomenko
Lyon. 

Nachdem die Ukrainer schon wie geprügelte Hunde vom Platz geschlichen waren, bekamen die ersten Versager der EM in Frankreich auch von ihrem Trainer noch kräftig einen mit. „Die Spieler waren mental nicht auf der Höhe, sie hatten ein psychologisches Problem“, sagte Michail Fomenko im Anschluss an das 0:2 (0:0) gegen Nordirland: „Wenn alle Spieler die Dinge so umgesetzt hätten, wie es ihre Pflicht gewesen wäre, hätten wir es geschafft.“

Die „Pflichtverletzung“ gegen die Nordiren führte dazu, dass der Co-Gastgeber der zurückliegenden EM-Endrunde als erstes Team das Achtelfinale verpasst hat. Die Hoffnung auf einen erfolgreichen Auftritt bei der EURO, der den Menschen in dem vom Bürgerkrieg gebeutelten Land ein wenig Halt geben könnte, erfüllte sich nicht. Wie schon bei ihrer Heim-EM vor vier Jahren scheiterten die erschreckend schwachen Osteuropäer in der Gruppenphase.

Am Ende besiegelte das 0:0 der Polen gegen Weltmeister Deutschland das vorzeitige Aus der Ukrainer, die schon zum Auftakt 0:2 (0:1) gegen die deutsche Auswahl verloren hatten. Die Gelb-Blauen, die in Co-Trainer Andrej Schewtschenko ihren größten Star auf der Bank sitzen haben, stehen bereits als Schlusslicht der Gruppe C fest.

„Das letzte Spiel hat nun keinen Wert mehr, es geht nur noch um das Prestige“, sagte der frustrierte Mittelfeldspieler Taras Stepanenko mit Blick auf die Partie am Dienstag in Marseille gegen Polen. Da bei Punktgleichheit der direkte Vergleich zählt, kann der WM-Viertelfinalist von 2006 auch bei einem Sieg nicht mehr an den Nordiren vorbeiziehen. Polen und Deutschland (jeweils 4 Punkte) sind ohnehin außer Reichweite.

„Wir haben gegen die Nordiren nicht genug getan für den Sieg. Dennoch werden wir uns gewissenhaft auf das Spiel gegen Polen vorbereiten. Das ist doch klar“, sagte Fomenko trotzig. Das war allerdings der letzte Satz des offensichtlich angeschlagenen Trainers, der klar verständlich war. Danach nuschelte der 67-Jährige, der seit Dezember 2012 im Amt ist, nur noch Phrasen ins Mikrofon – oder er verweigerte gleich ganz die Antworten.

So ließ Fomenko unter anderem offen, wie es denn mit ihm weitergehe und was aus dem offenbar zerstrittenen Team wird. „Das gehört hier nicht her“ oder „fragen sie mich das nach dem letzten Spiel“, entgegnete der Trainer lediglich. Dass sich viele Fans die Partie gegen Polen schenken und bereits die Heimreise angetreten haben, hat wesentlich mehr Aussagekraft.

(sid)
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