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Ein Anfang ist gemacht

Nach dem 6:1 über den Aufstiegsaspiranten Trier vor einer Woche besteht wieder berechtigte Hoffnung am Riederwald, den Abstieg aus der Regionalliga Südwest zu vermeiden.
Skeptischer Blick: Trainer Alexander Schur hofft, dass das 6:1 gegen Trier keine Eintagsfliege war. (Archivbild) Skeptischer Blick: Trainer Alexander Schur hofft, dass das 6:1 gegen Trier keine Eintagsfliege war. (Archivbild)
Frankfurt. 

Seit dem 13. Oktober haben die Schwarz-Roten jedenfalls erstmals wieder den letzten Rang verlassen. „Es war wichtig, dass wir ein Zeichen gesetzt haben. Das war eine komplett andere Mannschaft als in der Hinrunde“, sagte Trainer Alexander Schur nach dem Coup über den Drittliga-Anwärter Trier. Das Ergebnis dürfte allen Eintracht-Verantwortlichen Mut machen. Vor allem den jungen Spielern, bei denen die beispiellose Negativserie im vergangenen Herbst arg am Gemüt genagt hatte.

Lediglich einen mickrigen Zähler hatten die Jungadler in elf Partien geholt zwischen Anfang September und Ende November, ehe sich das Team dank gütiger Hilfe und zwei Toren von Rob Friend – der Kanadier trifft inzwischen in der Zweiten Liga für die Münchner „Löwen“ – mit einem 4:3 über Ulm in die Winterpause verabschiedete. Und nun dieses Comeback nach zähen und kalten Wintertagen – ganz ohne Unterstützung von Profis, sieht man einmal von Torwart Aykut Özer ab, die lange verletzte Nummer drei im Bundesligakader hinter Trapp und Nikolov. Irgendwie wirken die Geschehnisse vom vergangenen Freitagabend noch grotesk.

In der Anfangsphase war jeder Schuss ein Treffer – auch dank Trierer Mithilfe. Während vor ein paar Monaten die Eintracht-Offensive in aller Regelmäßigkeit vor dem gegnerischen Tor zauderte, jegliche Durchschlagskraft vermissen ließ, wurde nun teils eiskalt vollstreckt. Was hat also zur Wandlung beigetragen, die freilich noch längst nicht abgeschlossen ist? Misserfolg und Erfolg personifiziert niemand so eindringlich wie Noyan Öz. Versagte der 21-Jährige Angreifer 2012 kontinuierlich vor dem Tor, so strotzte er gegen den Namensvetter aus Trier nur so vor Selbstvertrauen und erzielte gleich drei Treffer – es waren seine ersten überhaupt in dieser Spielzeit. „Er ist wie ein Neuzugang für uns“, sagen Schur und Nachwuchskoordinator Holger Müller.

Nicht nur wegen der Tore, sondern auch wegen seiner technischen und läuferischen Möglichkeiten ragte Öz aus dem Eintracht-Kollektiv heraus. Im Sommer war Öz vom Nachbarn FSV Frankfurt U23 zu den Riederwäldern gewechselt, er fiel aber wegen eines Syndesmosebandrisses einige Monate aus und kam zunächst nicht in Tritt, spielte teils gar schwach. Nun also der Befreiungsschlag. Anscheinend hat auch Trainer Schur, der im März die Prüfungen zu seinem Fußballlehrerschein ablegen wird, die Mannschaft in der Winterpause auf Trab gebracht. „Wir hatten eine positive Vorbereitung. Im Trainingslager in der Türkei ist die Mannschaft enger zusammengewachsen“, meint Müller, der das Team an der türkischen Riviera unter die Lupe nahm.

Dazu wurde im Sturm noch mal nachgelegt: Torjäger Ugur Albayrak kehrte nach nur einem halben Jahr vom Drittligisten Darmstadt 98 zurück, er ist derzeit aber verletzt. Auch Dominik Rummel (zuletzt Spvgg. Greuther Fürth U23) spielte schon einmal am Riederwald. Es müsse sich zeigen, was die positive Stimmung, die im Kader herrsche, im Ernstfall wert ist, hatte Armin Kraaz, der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, vor dem Trier- Match gesagt. Der Anfang ist jedenfalls gemacht. ? Stefan Fritschi

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