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Boateng schießt Schalke zum 2:1 gegen zehn Wolfsburger

Schalke landet gegen den Konkurrenten Wolfsburg einen wichtigen Sieg im Kampf um die Champions-League-Plätze. Doch erst Boatengs Treffer sicherte das 2:1 gegen den lange in Unterzahl spielenden VfL. Caligiuri sah Rot. Hecking: «Es gab eine kleine Beleidigung.»
Kevin-Prince Boateng (l) traf mit seinem sechsten Saisontor kurz vor Schluss zum 2:1-Sieg. Foto: Roland Weihrauch Kevin-Prince Boateng (l) traf mit seinem sechsten Saisontor kurz vor Schluss zum 2:1-Sieg. Foto: Roland Weihrauch
Gelsenkirchen. 

Der FC Schalke 04 hat im Kampf um die Champions-League-Plätze dank Kevin-Prince Boateng einen Big Point gelandet. Im kampfbetonten Verfolgerduell der Fußball-Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg erzielte der Ghanaer in der 81. Spielminute den Siegtreffer zum 2:1 (1:0).

Felipe Santana (9.) hatte Schalke vor 61 142 Zuschauern in der Arena glücklich in Führung gebracht, Maximilian Arnold erzielte trotz Unterzahl (65.) den zwischenzeitlichen Ausgleich. Von der 50. Minute an mussten die Wölfe mit zehn Spielern auskommen, nachdem Daniel Caligiuri wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte gesehen hatte.

«Mit zehn Mann ist es dann natürlich schwer», befand VfL-Torhüter Diego Benaglio. Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking hätte sich zwar gewünscht, dass Referee Wolfgang Stark «in der Situation mal weghört», gab aber nach Rücksprache mit seinem Spieler und dem Schiedsrichtergespann eine «kleine Beleidigung» Caligiuris zu. Ansonsten war Hecking vom Spiel seiner nach dem 1:3 gegen Hannover auf drei Positionen veränderten Elf sehr angetan. «Aufgrund der Steigerung in Unterzahl hätten wir durchaus einen Punkt verdient gehabt.»

Die Gastgeber zeigten von Beginn an, dass sie sich für die höchste Saisonniederlage (0:4 im Hinspiel) revanchieren wollten und machten mächtig Dampf. Zunächst zwang Boateng VfL-Keeper Benaglio zu einer Glanzparade (8.), die nachfolgende Ecke brachte die frühe Schalker Führung (9.). Nach der Hereingabe von Jefferson Farfán tauchte Boateng ab und traf per Kopf das Kinn von Santana. Vorn dort trudelte der Ball über die Torlinie. «Danach haben wir wenig Chancen zugelassen», sagte Schalkes Trainer Jens Keller, der «stolz» auf sein mit sechs Punkten in die Rückrunde gestartetes Team war.

Bei Wolfsburg versuchte der fleißige 20-Millionen-Euro-Neuzugang Kevin De Bruyne dem Spiel Struktur zu geben. Nach einer Ecke des belgischen Nationalspielers köpfte Naldo (20.) den Ball ins Schalker Tor. Doch Stark gab den Treffer nicht, weil Naldo sich bei seinem Landsmann Santana aufgestützt hatte. Schalkes Keeper Ralf Fährmann musste erstmals bei einem Schuss von Ochs (24.) eingreifen. Die Niedersachsen waren nun besser im Spiel. Fährmann verhinderte nach einem Freistoß von Ricardo Rodriguez, den Luiz Gustavo noch mit dem Kopf weiterleitete, mit einer Glanzparade zunächst den Ausgleich.

Nach dem Platzverweis bäumte sich Wolfsburg noch mehr auf, Schalke geriet trotz Überzahl unter Druck. Keller gab zu, dass die Rote Karte gegen Caligiuri für sein Team keineswegs positiv gewesen sei. «Denn danach haben wir gedacht, es geht von allein.» Erst nach Arnolds 1:1-Ausgleich wachte Schalke wieder auf. Benaglio verhinderte zunächst mit guten Paraden gegen Max Meyer (70.) und Leon Goretzka (71.) die drohende Niederlage.

Bei Boatengs Flachschuss nach einem tollen Spielzug war der Schweizer dann machtlos. «Es war ein Duell auf Augenhöhe. Wolfsburg hat mich sehr beeindruckt. Deshalb bin ich froh, dass wir die Partie noch gewonnen haben», bilanzierte Schalkes Manager Horst Heldt.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 48,8 - 51,2

Torschüsse: 13 - 10

gew. Zweikämpfe in %: 51,3 - 48,7

Fouls: 16 - 14

Ecken: 4 - 6

Quelle: optasports.com

(Von Ulli Brünger, dpa)
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