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Hannover-Serie nach 1:2 in Mönchengladbach gerissen

Für Aufsteiger Hannover ist das 1:2 in Mönchengladbach die erste Niederlage der neuen Saison. Sie ist unglücklich, weil die Entscheidung durch einen Foulelfmeter nach Videobeweis fällt. Von Trainer Breitenreiter bleiben Vorwürfe aus.
Gladbachs Nico Elvedi (l) und Hannovers Marvin Bakalorz liefern sich ein Kopfballduell. Foto: Federico Gambarini Foto: dpa Gladbachs Nico Elvedi (l) und Hannovers Marvin Bakalorz liefern sich ein Kopfballduell. Foto: Federico Gambarini
Mönchengladbach. 

Martin Harnik war mächtig angefressen, Aufstiegs-Trainer André Breitenreiter eigentlich gar nicht.

„Die Jungs sind echt niedergeschlagen und traurig. Ich weniger, weil wir eine wirklich starke Leistung gezeigt haben”, kommentierte Hannovers Chefcoach die 1:2 (0:0)-Niederlage der 96-Fußballer bei Borussia Mönchengladbach.

Damit riss eine tolle Serie. Erstmals in dieser Saison verloren die Niedersachsen eine Bundesligapartie - und erstmals seit dem 4. März und dem damaligen 0:2 in der 2. Liga beim Karlsruher SC wieder ein Ligaspiel. „Keiner hat geglaubt, dass wir bis zum Ende der Saison ohne Niederlage bleiben”, bemerkte Hannover-Manager Horst Heldt.

Die Entscheidung nach dem 1:0 für Gladbach durch 17-Millionen-Euro-Zugang Matthias Ginter (67. Minute) und dem 1:1 durch Harnik (71.) fiel in der vierten Minute der Nachspielzeit, als Thorgan Hazard einen Foulelfmeter verwandelte - nach Videobeweis und ohne jeglichen Breitenreiter-Vorwurf: „Das Schiedsrichtergespann hat alles richtig gemacht und alle Möglichkeiten ausgeschöpft.”

Nach einem Tackling von Salif Sané gegen Vincenzo Grifo zeigte Referee Christian Dingert auf den Punkt. Aber das Videobild musste helfen. Nach Rücksprache mit Videoschiedsrichter Wolfgang Stark ging Dingert an die Seitenlinie und schaute genau hin - es blieb beim Strafstoß, den Hazard vor 50 542 Zuschauern zum 2:1 verwertete.

Die Schlussphase war turbulent. Drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit traf Harnik aus drei Metern nur die Latte. „Ich bin brutal enttäuscht”, ließ der Österreicher anschließend wissen. Es hätte das 2:1 für Hannover sein müssen.

Es kam indes anders. Und das tat Harnik „richtig weh”. Wohl auch deshalb, weil sein Team in der 74. Minute nach einem vermeintlichen Handspiel von Fabian Johnson ebenfalls nach Video-Hilfe keinen Elfmeter zugesprochen bekam. Diese Szene regte Heldt auf: „Es gibt da für mich keine sichtlich klare Linie. Das ist eine total schwammige Regel.”

Es half alles nichts an einem Samstag, an dem das Spiel mit Verspätung begann. Erst um 15.40 Uhr wurde angepfiffen: Der Hannover-Bus stand im Stau. Die Breitenreiter-Elf ließ sich aber nicht beeindrucken, agierte selbstbewusst und offensiv. Top-Chancen waren jedoch auf beiden Seiten eine Seltenheit, die Defensivreihen dominierten.

Der ehemalige 96-Profi Lars Stindl hatte bis zur Pause die beste Möglichkeit. Bei seinem Volleyschuss jubelten die Borussia-Fans zu früh. Stindl fehlten Zentimeter, der Ball landete hinter dem Netz (38.). Nach dem Wechsel erhöhte 96 den Druck, bot gefällige Kombinationen. Die Borussia war in dieser Phase zu behäbig und einfallslos. Umso überraschender fiel das 1:0 durch Ginters ersten Treffer für seinen neuen Verein. Nach Harniks Ausgleich wurde es richtig aufregend - mit dem glücklichen Ende für Gladbach.

(Von Dietmar Fuchs, dpa)
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