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Herthas Aufstiegskolonne im Partyrausch

Die Meisterparty war schon erstklassig - die 2. Liga soll für Hertha BSC nun eine abgeschlossene Story in der Club-Historie bleiben. Das 1:1 gegen Cottbus beim Halali sicherte Abwehrmann Brooks. Jetzt will Trainer Luhukay das Team fit machen für das Fußball-Oberhaus.

Die Berliner wollen sich nun in der Bundesliga etablieren. Foto: Britta Pedersen Die Berliner wollen sich nun in der Bundesliga etablieren. Foto: Britta Pedersen
Berlin. 

Nach Mitternacht enterten die Hertha-Profis die Bühne. Sogar der Brasilianer Ronny, für den die deutsche Sprache eigentlich noch immer ein Geheimnis ist, sang mit Frank Zander in einem alten Berliner Postbahnhof die Club-Hymne «Nur nach Hause gehn wir nicht».

Und der Schweizer Fabian Lustenberger stimmte den Hit der abgelaufenen Saison an: «Hurra, hurra, wir sind die Aufstiegskolonne, wir sind wieder da!» Aufstiegstrainer Jos Luhukay feierte eher still. «Eine fantastische Belohnung! Das genießt man, das erlebt man nicht alle Tage», sagte der Niederländer.

Nach dem desaströsen Abstieg, der das Image des Clubs arg beschädigt hatte, ist vor allem dank Luhukay nicht nur die direkte Rückkehr in die Beletage des deutschen Fußballs gelungen. Mit einer souveränen und unaufgeregten Saison hat sich Hertha auch Reputation zurückerkämpft. «Man darf ruhig sagen, dass wir eine Ausnahmemannschaft waren», erklärte Luhukay. Und als auch Bundesliga-Größen wie Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer über den direkt übertragenden Lokalsender rbb Herthas Rolle lobten («Zur Hauptstadt gehört die 1. Liga»), lag vor allem Stolz im Partyraum.

«Wir sind froh und glücklich. Aber das kann nur der Anfang sein für Hertha, wir müssen uns etablieren», betonte Michael Preetz. Für den vor einem Jahr heftig kritisierten Manager ist der Aufstieg auch persönlich eine Genugtuung. «Ich habe in einer Phase Vertrauen erfahren, in der es leicht gewesen wäre, mir dieses Vertrauen zu entziehen», sagte Preetz vor allem in Richtung Präsident Werner Gegenbauer: «Ich freue mich, dass er nicht falsch lag.»

Vor 63 267 Zuschauern hatte John Anthony Brooks zum Halali in Unterzahl noch das 1:1 gegen Energie Cottbus gerettet. Mit 76 Zählern stellte die «Alte Dame» damit einen Punkterekord in Liga zwei auf. «Das Team hat wie immer Moral gezeigt», sagte Luhukay und strich eine wichtige Eigenschaft seiner Mannschaft in der gesamten Saison heraus.

«Wir wollen natürlich erfolgreich bleiben. Die Mentalität, die Bereitschaft werden noch wichtiger werden», betonte Luhukay schon mit Blick auf die kommende Saison in der 1. Liga. Über eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit dem Baumeister des neuen Erfolgs gibt es «keinen Zweifel mehr», bemerkte Preetz. Schon bei der Mitgliederversammlung am Dienstag könnte Vollzug vermeldet werden.

Auch in Sachen Spieler-Neuverpflichtungen kündigte der Manager Bewegungen an. Nach Sebastian Langkamp (Augsburg) soll zeitnah Johannes van den Bergh (Düsseldorf) geholt werden. An dem Japaner Hajime Hosogai (Leverkusen) ist Hertha dran, an Moritz Leitner (Dortmund) und Karim Bellarabi (Leverkusen) besteht Interesse.

(Von Jens Mende, dpa)
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