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Real feiert ungeliebten Helden Benzema

Karim Benzema war bei den Fans von Real Madrid bislang nicht besonders populär. Das hat sich nach dem 4:1-Sieg der Madrilenen über San Sebastián geändert.
Karim Benzema nutzte die Abwesenheit des Superstars. Foto: Juan Carlos Hidalgo Karim Benzema nutzte die Abwesenheit des Superstars. Foto: Juan Carlos Hidalgo
Madrid. 

Es geht bei Real Madrid auch ohne Cristiano Ronaldo. Anstelle des gesperrten Weltfußballers schoss Karim Benzema die Königlichen mit einem Doppelpack zu einem 4:1 (2:1)-Sieg über Real Sociedad San Sebastián.

Der Franzose wurde vom Publikum im Bernabéu-Stadion bei seiner Auswechselung mit Ovationen verabschiedet. Dabei ist der 27-jährige Angreifer von den Anhängern des Champions-League-Siegers anderes gewöhnt. Benzema war bei den Real-Fans bislang nur wenig populär und schon häufig ausgepfiffen worden, weil das Publikum ihm mangelnden Kampfgeist vorwarf. „Und sie lieben ihn doch”, titelte das Sportblatt „Marca” am Sonntag. Trainer Carlo Ancelotti schwärmte: „Benzema war einfach fantastisch.”

Viele Zuschauer hatten am Samstag auf den Tribünen noch nicht Platz genommen, da waren schon zwei Tore gefallen. Aritz Elustondo hatte die Gäste nach 40 Sekunden in Führung gebracht, James Rodríguez (3. Minute) glich umgehend aus. Die Basken fügten sich jedoch bald in ihr Schicksal, zumal ihr Angreifer Carlos Vega nach 16 Minuten verletzt ausfiel. Sergio Ramos (37.) brachte die Madrilenen in Führung.

In der zweiten Halbzeit folgte das Benzema-Festival. Der Franzose erzielte nicht nur zwei Treffer (52./77.), sondern „schenkte” auch dem Kolumbianer James ein fast sicheres Tor. Statt des Mittelfeldspielers schnappte sich jedoch Gareth Bale den Ball und vergab die Chance. Der 100-Millionen-Euro-Mann aus Wales handelte sich damit Pfiffe wegen Eigensinnigkeit ein - nicht zum ersten Mal.

Real festigte mit dem Sieg die Tabellenführung, Titelverteidiger Atlético Madrid hielt mit einem 3:1 (3:0)-Sieg beim Aufsteiger SD Eibar aber Anschluss. Drei Tage nach ihrem Pokal-Aus gegen den FC Barcelona behaupteten die Rot-Weißen sich in der baskischen Fußballprovinz in einer wahren Schlammschlacht.

Im Ipurúa-Stadion - mit 6000 Plätzen der kleinsten Arena in der Primera División - stand der Rasen nach starken Regenfällen teilweise unter Wasser. Antoine Griezmann (7.) und der frühere Bayern-Torjäger Mario Mandzukic (23./25.) sorgten für eine frühe Entscheidung. Der Kroate handelte sich später Ärger ein, weil die baskische Abwehr sich durch eine Trickeinlage des Stürmers gedemütigt fühlte.

(Von Hubert Kahl, dpa)
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